Birgit Monteiro bei Laudatio Frieda Rosenthal

Verleihung des Frieda-Rosenthal-Preis und Septemberfeuer wieder ein großer Erfolg

Andreas Wächter erhält den Frieda-Rosenthal-Preis 2014.

Auf dem Septemberfeuer der SPD Lichtenberg habe ich den von mir gestifteten Frieda-Rosenthal-Preis 2014 an Andreas Wächter für sein Engagement gegen Rechts verliehen.

Damit ehren wir Sozialdemokraten einen Mann, der sich beruflich wie privat für das demokratische Gemeinwesen einsetzt. Bis Mai 2014 arbeitete Wächter als Koordinator für die beiden lokalen Aktionspläne in Lichtenberg-Mitte und Hohenschönhausen, die im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ finanziert wurden.

In meiner Laudatio würdigte ich den Preisträger unter anderem mit folgenden Worten:

„Er prägte in dieser Tätigkeit durch sein persönliches Engagement entscheidend die bezirkliche Auseinandersetzung mit Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierungen jeglicher Form. Er koordinierte unzählige Aktionen gegen antidemokratische Kräfte im Bezirk. Der zentrale Kern seiner Arbeit war stets die Stärkung demokratischer Strukturen.“

Der Preisträger während der Laudatio

Wächter ist Mitinitiator des Lichtenberger Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Er hat zudem einen Beitrag dazu geleistet, die Kampagne „Bunter Wind für Lichtenberg“ auf den Weg zu bringen.

Verliehen wurde der Preis auf dem Septemberfeuer der SPD Lichtenberg zum sechsten Mal. Dieses jährlich stattfindende Familienfest konnte mit rund 400 Gästen einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Darunter waren dieses Jahr neben Bezirksbürgermeister Andreas Geisel auch Stadtentwicklungssenator Michael Müller und der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh.

Mit der Auszeichnung ehrt die Lichtenberger SPD Menschen, die sich in außergewöhnlicher Weise für das demokratische Gemeinwesen und eine solidarische Nachbarschaft engagieren. Auf meine Initiative hin war 2008 auch ein Stolperstein an der Fanningerstraße 53 verlegt worden, wo Frieda Rosenthal (1891-1936) wohnte. Im Jahre 2010 wurde eine Straße im neuen Wohnviertel „Carlsgarten“ im Lichtenberger Ortsteil Karlshorst nach der Sozialdemokratin benannt. Frieda Rosenthal arbeitete nach dem Ersten Weltkrieg im Amt für Sozialfürsorge in Lichtenberg und wurde 1929 Stadträtin in Mitte. Zwischen 1924 und 1933 saß sie für Lichtenberg und Später für Kreuzberg in der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Am 19. August 1936 wurde Frieda Rosenthal festgenommen. In der Haft nahm sie sich das Leben – aus Angst, ihre Mitstreiter verraten zu haben.