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Das Lichtenberger Unternehmen des Jahres 2017 heißt „dopa“

Pressemitteilung

„Lichtenberger Unternehmen des Jahres 2017“ – diesen Titel trägt seit dem 11. Oktober die dopa Entwicklungsgesellschaft für Oberflächenbearbeitungstechnologie mbH. Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) und Wirtschaftsstadträtin Birgit Monteiro (SPD) haben den beiden geschäftsführenden Brüdern Marcel und Mario Patraschkov die Auszeichnung zusammen mit Karsten Dietrich vom Wirtschaftskreises Hohenschönhausen-Lichtenberg und dem Vorsitzenden des Lichtenberger Wirtschaftsausschusses, Martin Schaefer (CDU) überreicht. Die Preisverleihung fand im Rahmen des jährlichen Unternehmerabends des Bezirksamtes Lichtenberg im Tierheim Berlin in Falkenberg statt.

Die Jury unter Leitung von Birgit Monteiro (SPD), hatte zuvor die schwierige Aufgabe, unter den sechs Nominierten – darunter die Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH, die KleRo GmbH Roboterautomation, das Unternehmen Kunsch Metallbau e.K., die Mobile Hauskrankenpflege Ingrid Vesper GmbH und die Ökotopia Handels- und Verlagsgesellschaft mbH – ein Unternehmen auszuwählen.

Die Wahl fiel auf die dopa Entwicklungsgesellschaft für Oberflächenbearbeitungstechnologie mbH. Das 1990 in Lichtenberg gegründete Familienunternehmen entwickelt und fertigt mit 40 Mitarbeitern unter anderem Diamantwerkzeuge. Es ist spezialisiert darauf, optische Gläser, Sonderkeramiken und Kristalle zu bearbeiten. Die innovativen Produkte haben den wirtschaftlichen Erfolg gebracht, der zu stetig wachsenden Mitarbeiterzahlen führte.
„Die ausgezeichnete Mitarbeiterfürsorge hat ebenso den Ausschlag für die Wahl dieses Unternehmens gegeben wie das besondere Engagement der Familie Patraschkov für den Bezirk“, erklärt Birgit Monteiro. Marcel Patraschkov freute sich sehr über die Auszeichnung und warb gleich für sein Unternehmen: „Wenn jemand von Ihnen geschickte Hände hat und sich ausprobieren will – dann herzlich willkommen. Wir suchen Mitarbeiter.“

Im Mai konnte das Unternehmen seinen mit viel Anstrengung und unternehmerischem Mut errichteten neuen Firmenstandort an der Pablo-Picasso-Str. / Zu den Krugwiesen beziehen.

Laudator Herr Frank Neubert, Geschäftsführer der KTF-Berlin GmbH und Preisträger des Vorjahres, lobte die Arbeit und das Engagement des Unternehmens: „Die dopa ist, wie ich finde, ein tolles und würdiges Unternehmen für den Bezirk Berlin Lichtenberg und ein großartiges Aushängeschild für eine erfolgreiche, wirtschaftliche Entwicklung von Familienbetrieben in diesem Land.“

Die Auszeichnung „Lichtenberger Unternehmen des Jahres“ verleiht das Bezirksamt gemeinsam mit dem Wirtschaftsausschuss und der Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V. Seit 2012 wird auf diese Weise alljährlich ein Unternehmen für seine Verdienste um den Wirtschaftsstandort Lichtenberg geehrt. Das in Scheckform überreichte Preisgeld von 1.000 Euro stiftet traditionell der Wirtschaftskreis.

Für mehr Wirtschaftsfreundlichkeit: Lichtenberger UnternehmerRat gegründet

UnternehmerRat für mehr Wirtschaftsfreundlichkeit

Pressemitteilung vom 27.09.2017

Am Donnerstag, 14. September, hat sich in im Bezirk eine neue Initiative gegründet: Der „Lichtenberger UnternehmerRat“. Er vereint die aktiven Interessenvertreter der Lichtenberger Wirtschaft in einem neuen Netzwerk. Dazu gehören folgende Gründungsmitglieder:

  • Birgit Monteiro, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschaft und Arbeit
  • Büro für Wirtschaftsförderung
  • Paul Rehfeld, Kreisverband Lichtenberg des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft e.V.
  • Michael Schmidt, Netzwerk der Wirtschaft in Berlin NordOst e.V.
  • Uwe Beier, Unternehmensportal Lichtenberg (UPL)
  • Peter Schmidt, Unternehmerverband Berlin e.V.
  • Jorge Guimet, UnternehmensNetzwerk Herzbergstraße e.V.
  • Dr. Hannelore Helbig-Zschäpe, Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg e.V.
  • Antje Hagen, MIT Lichtenberg

Gemeinsam ziehen sie nun an einem Strang: So haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, die Zusammenarbeit der verschiedenen Netzwerke der hiesigen Unternehmen sowohl untereinander als auch mit dem Bezirksamt deutlich zu verbessern. Langfristig soll die Initiative den Bezirk Lichtenberg nicht nur familienfreundlicher, sondern auch mit seinen Unternehmen weiter gestalten.

„Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir einen Aktionsplan verabschiedet, der regelmäßig fortgeschrieben wird. Dieser regelt die weitere Zusammenarbeit. Er sieht unter anderem vor, dass die Wirtschaftsvertreter an den Sitzungen von Gremien und Ausschüssen im Rathaus teilnehmen.
Dort sollen die Interessen der Lichtenberger Unternehmen stärker hörbar gemacht werden. Gemeinsam wollen wir neue Veranstaltungsformate und Projekte zur Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes entwickeln. Unser Netzwerk wird kontinuierlich ausgebaut. Weitere Interessenten sind herzlich willkommen“, sagt Wirtschaftsstadträtin Birgit Monteiro (SPD). Einer der Hauptinitiatoren, Paul Rehfeld, pflichtet ihr bei: „Das Unternehmertum in Lichtenberg verfügt nun über eine weitere starke Stimme. Dies stärkt unseren Bezirk und sichert Arbeitsplätze sowie den Zusammenhalt der Zivilgesellschaft.“

Der Unternehmer-Rat trifft sich künftig mindestens drei Mal im Jahr im Rathaus zum Gedankenaustausch und zur Planung seiner Aktivitäten. Dazwischen wird es viele individuelle Kontakte zwischen den einzelnen Akteuren geben. Alle Veranstaltungen und Projekte des Unternehmerrates werden ab sofort auf der Internetseite des Unternehmerportals Lichtenberg – kurz UPL – veröffentlicht: www.upl-lichtenberg.de

Aktuell gibt es in Lichtenberg 20.915 Unternehmen der verschiedensten Art.
Die Wirtschaftsstruktur ist einerseits von einer Vielzahl kleiner und mittlerer Unternehmen im Handel, im Handwerk und im Dienstleistungsbereich geprägt, und andererseits von hochmodernen und exportintensiven Industrie- und Technologieunternehmen der Metallverarbeitung, des Werkzeug- und Fahrzeugbaus, des wissenschaftlichen Gerätebaus, der Medizin und Elektrotechnik. Auch die Gesundheitswirtschaft spielt eine große Rolle. Außerdem prägen Druckereien und Lebensmittelhersteller sowie industrienahe Dienstleister das Image von Lichtenberg als Wirtschaftsstandort.

Weitere Informationen:
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Bezirksstadträtin Birgit Monteiro
Telefon: 030 / 90 296 -8000
E-Mail

Pressemitteilung: Gesucht: Das Lichtenberger Unternehmen des Jahres 2017

Familienfreundlich, zentrumsnah, mit Raum für Tradition, aber auch für Innovation – das ist der Bezirk Lichtenberg. Immer mehr Unternehmen siedeln sich dort an, inzwischen sind mehr als 20.800 Unternehmen in Lichtenberg beheimatet.

Besondere Leistungen von Unternehmerinnen und Unternehmern will der Bezirk öffentlich sichtbar machen und würdigen. Deshalb wird auch in diesem Jahr das „Lichtenberger Unternehmen des Jahres“ gesucht. Neben der Auszeichnung winkt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro – gespendet vom Wirtschaftskreis Hohenschönhausen Lichtenberg e.V. (WKHL).

Lichtenbergerinnen und Lichtenberger können ab sofort bis zum 31. August 2017 Vorschläge für ihr „Unternehmen des Jahres“ mit Begründung mailen an: wifoe@lichtenberg.berlin.de

„Viele Unternehmerinnen und Unternehmer leisten enorm viel für den Bezirk und unsere Gesellschaft. Sie tun Gutes, aber reden nicht darüber. Das ist mir persönlich sehr sympathisch. Trotzdem haben sie es verdient, dass wir die Erfolge und Leistungen der Wirtschaft in unserem Bezirk stärker sichtbar machen und uns dafür bedanken. Deshalb nehmen wir die Auszeichnung zum „Lichtenberger Unternehmens des Jahres“ nunmehr zum sechsten Mal vor, sie ist eine Tradition, die wir in jedem Jahr mit ein paar kleinen Neuerungen ausgestalten. Worauf kommt es uns bei den Vorschlägen für das ,Unternehmen des Jahres‘ an? Nicht in erster Linie auf Größe und Umsatz des Unternehmens, sondern auf Familienfreundlichkeit, Nachhaltigkeit, Innovation und Engagement für das Gemeinwesen. Ich hoffe auf zahlreiche Vorschläge und bin selbst sehr gespannt, welches Unternehmen wir in diesem Jahr auszeichnen werden“, sagt Wirtschaftsstadträtin Birgit Monteiro (SPD).

Die Preisverleihung nehmen die Wirtschaftsstadträtin, Bezirksbürgermeister Michael Grunst (die Linke) und der Wirtschaftskreis im Oktober 2017 gemeinsam vor.

Zusatzinfos im Internet unter: www.upl-lichtenberg.de

1. Spatenstich bei der DOPA-Familie

 

Woraus schöpfe ich Kraft? Aus Ärger einerseits. Und aus Begeisterung für eine Sache andererseits. Oft ärgere ich mich über einen Sachverhalt so lange, bis es mir gelingt, diesen Ärger in konstruktives Handeln zur Änderung des Sachverhalts zu übersetzen. Die angenehmere Antriebskraft ergibt sich aber aus der Begeisterung für etwas und Menschen, die für ihre Inhalte und ihre Arbeit brennen.

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Dies erlebe ich immer wieder bei der DOPA-Familie (Diamond Tools – http://www.dopa-diatools.com/). DOPA ist das 3. Unternehmen, das sich im Gewerbegebiet Pablo-Picasso-Straße ansiedelt. Es ist ein Familienunternehmen mit den Eltern Patraschkov und drei Söhnen plus 32 Mitarbeitern. Am neuen Standort werden mehr als 5 Mio investiert werden. Auftraggeber von DOPA sind u.a. die Berliner Glas AG, Carl Zeiss Jena, Jenoptik, SwissOptic, Leica und Swarovski.

Deren Freude gestern beim 1. Spatenstich für den neuen Standort in Hohenschönhausen (Gewerbefläche über 8.000 qm) gebe ich hiermit an all die weiter, die sich ebenfalls gern von der Begeisterung anderer anstecken lassen…

 

Wirtschaft in Lichtenberg

Grundlage einer hohen Lebensqualität ist in Deutschland für viele die eigene Erwerbstätigkeit. Sie sichert ein selbst erarbeitetes Einkommen und damit nicht nur die Erfüllung vieler (materieller) Wünsche und Träume, sondern trägt auch zum eigenen Selbstwertgefühl bei. Welchen Stellenwert Arbeit in unserer Gesellschaft hat, wird dadurch deutlich, dass eigentlich alle Menschen in Deutschland eine Beschäftigung suchen, wenn sie gerade keine haben. Mir ist noch niemand begegnet, der einfach auf der faulen Haut liegen möchte.

Meine Aufgabe als Bezirksbürgermeisterin und auch Wirtschaftsstadträtin sehe ich darin, soweit wie irgendwie möglich, die Schaffung von Arbeitsplätzen in Lichtenberg zu unterstützen. Insbesondere Arbeitsplätze für die vielen Langzeitarbeitslosen, die es noch immer in unserem Bezirk gibt.
Lichtenberg hat hierfür gute Rahmenbedingungen. Wir sind verkehrsgünstig gelegen – zwischen dem Innenstadt- und Autobahnring. Dank des hervorragenden Nahverkehrsangebotes kommen die Menschen schnell und ohne eigenes Auto zu ihren Arbeitsplätzen. Und wir haben ausgezeichnete Gewerbegebiete, die gute Bedingungen für die Unternehmen bieten.

Leuchttürme in Lichtenberg – starke Unternehmen

Darin sind kleine Leuchttürme ansässig, die weitere Unternehmen anlocken. Im Norden an der Pablo-Picasso-Straße entsteht gerade ein neuer Standort der Großwäscherei Greif. In einem hochmodernen Maschinenpark wird bald tonnenweise und umweltverträglich Wäsche gewaschen – von bis zu 200 Mitarbeitern, darunter auch niedrig qualifizierte Stellen. Solche Arbeitsplätze werden zunehmend knapp und sind daher besonders wichtig.

Im Gewerbegebiet rund um die Plauener und Marzahner Straße in Alt-Hohenschönhausen haben sich mit APE Angewandte Physik und Elektronik und der APONEO Versandapotheke gleich zwei Lichtenberger Unternehmen des Jahres angesiedelt, die jeweils für sich Maßstäbe in ganz Deutschland setzen.
Im Gewerbegebiet Herzbergstraße sitzt mit der PanTrac das dritte Unternehmen des Jahres und produziert für den Weltmarkt qualitativ hochwertige Elektrokohle. Die können Sie tagtäglich auf den Schleifbügeln der Berliner Straßenbahn sehen.

Neben diesem klassischen Gewerbe aus Industrie und Handel haben wir in der Buchberger Straße mit Pepe Rasmus Weissgerber auch einen Harfenbauer als fast ein bisschen exotisches Beispiel dafür, wie man mit Talent, Geschick und Unternehmergeist auch ganz allein ein funktionierendes Geschäft aufbauen kann.

Solche Unternehmertypen werden gesucht, um unsere Gewerbegebiete weiter zu füllen. Das Bezirksamt und auch der Senat können die Rahmenbedingungen verbessern – am Ende braucht es aber immer jemanden mit einer guten Idee und Mut, die oder der die Dinge in die Hand nimmt und sein oder ihr Unternehmen bei uns ansiedelt. Viele dieser Unternehmertypen lerne ich auf meinen monatlichen Betriebsbesuchen kennen und schätzen. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei zum Beispiel das Ehepaar Hallau, welches an der Marzahner Straße besonders imposant-große mobile Kräne verleiht. Das Ehepaar hat das Unternehmen Mobi-Hub aus dem Nichts selbst aufgebaut, ist 1994 nach Lichtenberg gekommen und mittlerweile der Anbieter mit den größten Kränen in Berlin-Brandenburg. Als zweites Standbein ist in den letzten Jahren eine Go-Kart-Bahn dazugekommen.

Garant für gemeinsamen Erfolg – unsere Wirtschaftsförderung

Wenn ein Unternehmen nach Lichtenberg kommen möchte, ist unser Büro für Wirtschaftsförderung im Bezirksamt die erste Adresse. Die Kolleginnen bieten passgenaue Beratung, recherchieren geeignete Gewerbeflächen und Fördermöglichkeiten. Es gibt ein gut gewachsenes Netzwerk zwischen unserer Wirtschaftsförderung und landesweiten Akteuren wie die Investitionsbank Berlin, den Kammern und Wirtschaftsverbänden. Davon profitieren unsere Unternehmen. Im April letzten Jahres hat zum Beispiel die Bode Bautechnik Baumaschinen GmbH im Gewerbegebiet an der Darßer Straße ihren Firmensitz eröffnet. Die Standortentscheidung ist durch das Ansiedlungsmanagement intensiv unterstützt worden.

"Wir stellen ein" – Neuansiedlungen wie die Bode Bautechnik Baumaschinen schaffen Arbeitsplätze in Lichtenberg. Die Stellenausschreibung ist übrigens noch aktuell! Foto: Nüske

“Wir stellen ein” – Neuansiedlungen wie die Bode Bautechnik Baumaschinen schaffen Arbeitsplätze in Lichtenberg. Die Stellenausschreibung ist übrigens noch aktuell! Foto: Nüske

Dann haben wir das Unternehmerportal Lichtenberg (UPL), in dem sich unsere Unternehmen lokal austauschen und auch gegenseitig Aufträge vergeben können. Jeder Euro, der in Lichtenberg bleibt, ist ein guter Euro. Hier finden auch die zahlreichen Lichtenberger Existenzgründer Anknüpfungspunkte, um ihr eigenes Netzwerk auszubauen. Betreut wird das Portal von unserem Regionalmanagement, das eng mit dem Büro für Wirtschaftsförderung zusammenarbeitet und unsere lokale Unternehmensszene zusammenhält.

Es geht stabil aufwärts

Die Arbeitslosenzahlen unterstreichen die allgemein gute Lage: Im November letzten Jahres hatten wir erstmals eine Quote von 9,0% der erwerbsfähigen Bevölkerung erreicht. Im Dezember ging es wieder ein Stück nach oben auf 9,1%. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Frühjahrsaufschwung eine Acht vor dem Komma sehen können.

Grüne Linie: Lichtenberg; Blaue Linie: Berlin Man sieht einen stabilen Abwärtstrend. Seit Januar 2011 sind wir durchweg unter dem Berliner Durchschnitt.

Grüne Linie: Lichtenberg; Blaue Linie: Berlin
Man sieht einen stabilen Abwärtstrend. Seit Januar 2011 sind wir durchweg unter dem Berliner Durchschnitt.

Auch die Gewerbezahlen befinden sich seit Jahren in einem stetigen Aufwärtstrend. Im Moment sind 20.237 Gewerbe in Lichtenberg gemeldet, über die Hälfte davon aus dem Bereich der Dienstleistungen. Dies zeigt, dass viele Lichtenbergerinnen und Lichtenberger bereits die Tatkraft haben, sich selbständig zu machen und ihr Einkommen auf eigene Rechnung zu erwirtschaften. Wenn Sie schon seit langem mit einer guten Idee „schwanger gehen“, dann sind Sie herzlich eingeladen, sich einen Ruck zu geben und von unserer Wirtschaftsförderung für eine Existenzgründung beraten zu lassen (Telefon: 90296 4338). Je handfester ihr Vorhaben, desto besser sind die Chancen an eine der vielfältigen Förderungsmöglichkeiten zu kommen.

Gewerbegebiete wecken Begehrlichkeiten

Trotz der insgesamt guten Lage gibt es auch hier ganz aktuelle Herausforderungen, die wir angehen müssen. Wir erinnern uns: Lichtenberg wächst. Damit steigt der Bedarf an Flächen für neuen Wohnraum und die soziale Infrastruktur. Dies haben auch Menschen erkannt, die mit Immobilien spekulieren wollen. Sie erwerben in Gewerbegebieten preiswerte Flächen in der Hoffnung, dass hier zukünftig Wohnbebauung zulässig wird und damit größere Gewinne möglich werden. Bei diesen Spekulationen geht es selten bis nie um sozialen Wohnungsbau, sondern es sollen größtenteils teure Lofts entstehen, die das bestehende Gewerbe verdrängen, das manchmal auch riecht und Lärm verursacht. Wir brauchen aber auch weiterhin Gewerbegebiete, um unsere bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Wohnungsbau im Gewerbegebiet schafft Konflikte mit den angrenzenden Betrieben. Wer in einem Gewerbegebiet seinen Betrieb hat, dort investiert und Menschen in Arbeit bringt, der soll darin auch lautstark arbeiten können. Deswegen gibt es unsere Gewerbegebiete in der jetzigen Form auch. Es darf nicht sein, dass es zu Betriebsverlagerungen oder gar –Schließungen kommt, weil nebenan jemand eine alte Fabrik in ein neues Wohnhaus umgebaut hat und die neuen Nachbarn sich über Ruhestörung beschweren. In Berlin gibt es an vielen Orten so eine Entwicklung. In Lichtenberg zum Glück noch nicht. Mein Ziel ist es, dass dies auch in Zukunft so bleibt.