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Pressemitteilung: Kaskelkiez wird unter Milieuschutz gestellt

Auf der letzten Sitzung des Lichtenberger Bezirksamtes wurde die Aufstellung einer sozialen Erhaltungsverordnung (umgangssprachlich Milieuschutzsatzung) für den Kaskelkiez beschlossen. Grundlage dafür sind die Ergebnisse eines Gutachtens, das der Fachbereich Stadtplanung beauftragt und in den letzten Wochen ausgewertet hat.

Die Gutachter der TOPOS Stadtforschung kommen darin zu der Einschätzung, dass es noch erhebliche bauliche Aufwertungspotentiale in dem Gebiet gibt. Außerdem belegt das Gutachten, dass Menschen, die in den Kaskelkiez ziehen, in der Tendenz deutlich jünger und einkommensstärker sind als die Menschen, die dort bereits leben.

Die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Birgit Monteiro (SPD), erklärt:

„Das Gutachten weist nach, dass sich das Milieu im Kaskelkiez derzeitig wandelt und ohne unser Eingreifen weitere Verdrängungen zu erwarten wären. Dies ist auch der wesentliche Unterschied zu den beiden anderen Untersuchungsgebieten, dem Weitlingkiez und der Frankfurter Allee Nord. Dort ist das Milieu relativ stabil. Die Bezirksverordnetenversammlung hat klar zum Ausdruck gebracht, dass die Milieus in gefährdeten Gebieten geschützt werden sollen. Dies tun wir, indem wir für den Kaskelkiez eine Milieuschutzsatzung aufstellen. Die beiden anderen untersuchten Gebiete behalten wir als sogenannte Beobachtungsgebiete ebenfalls im Blick.“

Erfahrungsgemäß führt besonders die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zur Verdrängung. Mit der Milieuschutzsatzung ist diese Umwandlung nur noch in wenigen Ausnahmefällen möglich.

Luxussanierungen sind eine weitere Ursache von Verdrängung. Zukünftig sind rund um die Kaskelstraße nur noch Sanierungen erlaubt, die den üblichen Wohnstandard bzw. den Mindeststandard der Energieeinsparverordnung herstellen. Luxussanierungen dürfen nicht mehr genehmigt werden.

Bezirksstadträtin Birgit Monteiro (SPD) würde gern weiter gehen:

„Milieuschutzsatzungen sind ein städtebauliches Instrument, mit denen wir Verdrängungen, die aus städtebaulichen Gründen erfolgen, verhindern können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Für Verdrängung sind jedoch vor allem die allgemeine Mietpreisentwicklung sowie dauerhafte Kostensteigerungen durch die Modernisierungsumlage verantwortlich, gegen die wir auf Bezirksebene nicht angehen können. Hier sind Landes- und Bundesregierung gefragt, Mietpreise wirkungsvoll zu begrenzen und damit Mieterinnen und Mieter vor Verdrängung zu schützen.“

Pressemitteilung: Das Programm für die Lichtenberger Seniorenuniversität 2017 steht – ab sofort sind Anmeldungen möglich!

Sozialstadträtin Birgit Monteiro (SPD) lädt zur spannenden Ringvorlesung der besonderen Art ein

Am 03. Mai beginnt mit der Auftaktvorlesung über das Sumatra-Nashorn die jährliche Lichtenberger Seniorenuniversität. Im siebten Jahr ihres Bestehens wird die Seniorenuniversität von Birgit Monteiro (SPD), der Lichtenberger Sozialstadträtin, eröffnet.

„In den Monaten Mai und Juni bieten wir den Lichtenberger Seniorinnen und Senioren an sieben Mittwochen um jeweils 15 Uhr eine spannende Vorlesung an. So viel Seniorenuniversität gab es noch nie. Die Themen sind wie immer vielfältig und reichen vom Dauerbrenner „Patientenverfügung“ über „Armut und Verantwortung“ bis zum „Einsatz von Kriminaltechnik am Tatort“. Besonders freut mich, dass die HOWOGE in diesem Jahr die Vorlesungsreihe nicht nur – wie in der Vergangenheit auch – finanziell unterstützt, sondern sich mit einer eigenen Vorlesung zur Praxis des Wohnungsbaus beteiligen wird. Alle Seniorinnen und Senioren sind herzlich eingeladen, an der diesjährigen Seniorenuniversität teilzunehmen und mit den Experten und Expertinnen der Hochschulen zum jeweiligen Fachgebiet zu diskutieren.“, sagt Birgit Monteiro.

Die Seniorenuniversität findet seit dem Jahr 2010 jährlich statt und wird von allen Lichtenberger Hochschulen gemeinsam mit dem Bezirksamt Lichtenberg veranstaltet. Diese Art der besonderen Ringvorlesung wird traditionell gut besucht und zeigt die Neugier und das große Interesse von Seniorinnen und Senioren nicht nur an seniorentypischen Themen bis ins Alter. Lichtenberg setzt damit als bedeutender Hochschulstandort ein Zeichen für eine generationenübergreifende Bildung.

Die Vorlesungen finden jeweils mittwochs um 15 Uhr statt.

Das sind die einzelnen Themen und Orte:

Mi., 03. Mai
Das Sumatra-Nashorn im Spannungsfeld von Mensch und Natur
Dr. Petra Kretzschmar
Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung
Alfred-Kowalke-Straße 17, 10315 Berlin

Mi., 10. Mai
Einsatz von Kriminaltechnik am Tatort
Polizeidirektor Christian Matzdorf
Hochschule für Wirtschaft und Recht
Haus 6B, Raum 063 EL, Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin

Mi., 24. Mai
Wie baut die Howoge – vom Beginn bis zum Einzug
Projektleiterin Development Chiara Derenbach und Projektleiter Neubau Torben Maier
HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH
Wohnungsmacherei am Anton-Saefkow-Platz 13, 10369 Berlin

Mi., 31. Mai
Vorsorge – für den Fall des Falles
Patientenverfügung, Vorsorge- und Betreuungsvollmacht sowie Testament
Prof. Dr. Müller-Lukoschek
Im Audimax der Hochschule für Wirtschaft und Recht, Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin

Mi., 07. Juni
Armut und Verantwortung – Ethische Reflexionen in einer globalisierten Welt
Kanzler der Hochschule für Gesundheit und Sport, Andreas Mues
Vulkanstraße 1, 10367 Berlin

Mi., 14. Juni
Design mit Mehrwert
Die Herausforderung, generationsübergreifende Produkte und Services zu entwickeln.
Prof. Katrin Hinz
Hochschule für Technik und Wirtschaft
Gebäude A, Raum A238, Treskowallee 8 oder über Eingang Römerweg, 10318 Berlin

Mi., 21. Juni
Zwischen Tablet und Tatendrang
Schlaglichter auf die Gegenwart und Zukunft der „Jugend von heute“
Prof. Dr. Petra Mund
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Hörsaal S 109, Köpenicker Allee 39-57, 10318 Berlin

Weitere Informationen erhalten Sie unter seniorenuniversitaet@lichtenberg.berlin.de .

Eine vorherige Anmeldung an vorstehende E-Mail-Adresse mit Bezugnahme auf einzelne oder mehrere Vorlesungen ist erwünscht.

Pressemitteilung: In Zeiten von alternativen Fakten & virtuellen Welten wichtiger denn je: Nachhaltige Weiterentwicklung des Gewerbegebietes Herzbergstraße – Ein Ostberliner Traditionsstandort im Aufbruch

Unternehmensnetzwerk im Gewerbegebiet Herzbergstraße gegründet

Im Beisein von Staatssekretär Christian Rickerts von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Birgit Monteiro (SPD) wurde im Rathaus Lichtenberg jüngst die Gründungsurkunde des Vereins „UnternehmensNetzwerk Herzbergstraße“ unterzeichnet.

„Mit seinen rund 8.400 Arbeitsplätzen ist die Herzbergstraße ein bedeutender Standort im Berliner Wirtschaftsgefüge. Es freut mich sehr, dass nun mit dem Unternehmernetzwerk im Gewerbegebiet eine starke Interessenvertretung für die Unternehmen entsteht“, erklärte Staatssekretär Rickerts in seinem Grußwort. Und die Lichtenberger Wirtschaftsstadträtin Birgit Monteiro hebt hervor: „Das Gewerbegebiet Herzbergstraße ist einer der wenigen innenstadtnahen Gewerbestandorte und als solcher natürlich sehr begehrt. Auch so mancher Wohnungsbauinvestor hat ein Auge auf diese Adresse geworfen. Wohnungsbau, so wichtig er ist, wäre dort jedoch schädlich, da er das Gewerbe Stück um Stück verdrängen würde. Es ist deshalb enorm wichtig, dass die Vertreterinnen und Vertreter des produzierenden Gewerbes nunmehr selbstbewusst, lautstark und deutlich ihre Interessen vertreten. In Zeiten von alternativen Fakten und virtuellen Welten sind Unternehmen, die reale Werte produzieren, wichtiger denn je und ich werde alles dafür tun, dass sie dies auch in Zukunft in gesicherten Rahmenbedingungen tun können.“
Rund 80 Unternehmerinnen und Unternehmer feierten den Beginn einer engeren Zusammenarbeit im Anschluss im Dong Xuan Center, dem wichtigsten asiatischen Großhandelszentrum Berlins.

Ziel der Initiative von dreizehn Betrieben ist es, den wichtigsten zentrumsnahen Gewerbestandort Herzbergstraße nachhaltig zu sichern. Für den neu gewählten ersten Vorsitzenden Jorge Guimet, Geschäftsführer der Berliner.Luft Technik GmbH, bietet das Netzwerk die Grundlage für eine bessere lokale Zusammenarbeit und die wirkungsvollere Vertretung der gemeinsamen Interessen nach außen: „Wir wollen unsere Mitglieder und den Standort stärken. Dazu gehört beispielsweise auch, durch Kooperationen qualifizierten Nachwuchs für die ansässigen kleinen und mittelständischen Betriebe zu gewinnen.“

Während einer Busfahrt durch das Gebiet konnten sich die Gäste davon überzeugen, wie dynamisch sich das Gewerbegebiet Herzbergstraße in den letzten Jahren entwickelt hat: Neu errichtete oder erweiterte Betriebsstätten und ausgelastete Mietflächen zeugen vom Interesse kleiner und mittelständischer Unternehmen. „Wir freuen uns über die tolle Entwicklung in der Herzbergstraße, hören aber auch immer wieder, dass vorhandene Flächen für andere als gewerbliche Aktivitäten, wie beispielsweise fürs Wohnen, genutzt werden sollen. Wir wollen unseren Standort schützen“, so der stellvertretende Vorsitzende Falk Seltmann, Geschäftsführer der F.W. Borchardt Universal-Verpackungsmittelwerke GmbH. Diesen Tendenzen will das Netzwerk durch die verstärkte Kooperation der Unternehmen mit der Wirtschaftsförderung und anderen Akteuren entgegentreten.

Weitere Infos:
Marion Nüske
Leiterin Büro für Wirtschaftsförderung
Telefon: (030) 90296-4338 | E-Mail

Pressemitteilung: Bezirksbürgermeisterin fordert: Freizug der Sporthallen Darßer Straße und Wollenberger Straße vor Wintereinbruch!

In den vergangen Tagen informierte das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), dass die in Sporthallen untergebrachten Geflüchteten nicht wie ursprünglich angekündigt in die neuen Tempohomes umziehen können.

Das Bezirksamt Lichtenberg fordert den Senat dringend auf, den Freizug der Lichtenberger Sporthallen Darßer Straße und Wollenberger Straße vor dem Wintereinbruch umzusetzen. Derzeit leben Geflüchtete unter unwürdigen Bedingungen in Sporthallen, während unmittelbar daneben ein fertiges Tempohome leer steht. Dieser Zustand ist untragbar.

Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD):
„Es ist schwer nachvollziehbar, dass wir es im vergangenen Jahr innerhalb weniger Tage geschafft haben, Unterkünfte für tausende Menschen zu organisieren, nun aber die landeseigenen Tempohomes ungenutzt herumstehen lassen. Ich fordere den aktuellen Senat auf, seiner noch immer bestehenden Verantwortung nachzukommen. Es muss ein Weg gefunden werden, in den leer stehenden Tempohomes noch in diesem Jahr Geflüchtete unterzubringen. Es darf nicht sein, dass Menschen in Sporthallen leben müssen, weil man auf den neuen Senat wartet und sich bis dahin mit Entscheidungen zurückhält. Das ist absolut inakzeptabel und konterkariert alles, was andernorts für die Integration von Geflüchteten und die Bewahrung des sozialen Friedens geleistet wird.“

Diese Forderung des Bezirksamtes wurde mehrfach an das LAF und den Senat herangetragen, ohne dass bisher eine Wirkung erkennbar ist.

Hintergrund:
Seit Winterbeginn 2015 werden Geflüchtete in den Sporthallen Darßer Straße und Wollenberger Straße untergebracht. Von Beginn an hat der Senat deutlich gemacht, dass dieser Zustand schnellstmöglich beendet werden soll. Der Bau der Tempohomes war von Anfang an mit der Zusage verbunden, dass nach ihrer Fertigstellung die Sporthallen wieder freigezogen werden. Als dafür angestrebtes Datum wurde zuerst der September 2016 genannt. Dann der 18. November 2016. Nun heißt es nicht vor Ende Januar 2017.

Weitere Informationen
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Bezirksbürgermeisterin
Birgit Monteiro
Telefon: (030) 90296 3000
E-Mail: birgit.monteiro@lichtenberg.berlin.de

Pressemitteilung: Wie geht es weiter mit dem „Hubertusbad“?

Seit vielen Jahren wird in Lichtenberg diskutiert, was aus dem architektonischen Juwel an der Hubertusstraße werden kann. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, ist aber in einem beklagenswerten Zustand. Im vergangenen Jahr wurde deshalb ein Wettbewerbliches Dialogverfahren gestartet, bei dem interessierte Investoren in einem mehrstufigen Prozess ihre Ideen mit den Bestimmungen des Denkmalschutzes in Einklang bringen sollten. Der Gewinner dieses Verfahrens hätte das Bad mitsamt Grundstück dann kaufen und sein Konzept umsetzen können.

Im Zuge der Verhandlungen im Dialogverfahren ist deutlich geworden, dass die Interessen der potentiellen Investoren nicht mit den Anforderungen an den Denkmalschutz in Einklang zu bringen waren. Das Verfahren wurde daher ohne einen Verkauf beendet. Die Widerspruchsfrist gegen diese Entscheidung lief am 11. Oktober 2016 ab, ohne dass Widerspruch eingelegt wurde.

Bezirksstadtrat für Immobilien, Dr. Andreas Prüfer (Die Linke): „Der Erhalt dieses denkmalgeschützten Gebäudes steht für uns weiter im Vordergrund. Hier ist das Land Berlin als Eigentümer in der Pflicht, denn offenbar ist es privat nicht möglich, diese Anforderung zu erfüllen. Deshalb habe ich, als absehbar wurde, dass erneut kein Investor gefunden wird, vorgeschlagen, dass nun neue Wege gegangen werden und ein Projektmanagement installiert wird.“

Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD): Wir brauchen eine Strategie, die dem Wunsch der Lichtenbergerinnen und Lichtenberger nach einer Wiedereröffnung des denkmalgeschützten Gebäudes gerecht wird. Das Bezirksamt Lichtenberg hat daher den Senat aufgefordert, sich federführend an Erhalt und Sanierung des Bades zu beteiligen. Mit dieser Unterstützung könnte der Gebietsbeauftragte des Stadtumbaugebietes Frankfurter Allee Nord gemeinsam mit weiteren Akteuren ein tragfähiges Konzept zur Sanierung und Nutzung des ehemaligen Lichtenberger Stadtbades erarbeiten.“

Hintergrund:
Das ehemalige Stadtbad Lichtenberg (Hubertusbad) ist ein besonderes Bauwerk. Es wurde 1928 eröffnet – ein einzigartiges Zeugnis expressionistischer Architektur. Vieles von der ursprünglichen Innengestaltung, angefangen bei den türkisgrünen Kacheln bis hin zu den hölzernen Garderobenschränken, ist noch erhalten geblieben. Für etliche Lichtenberger und Lichtenbergerinnen ist das Stadtbad ein Teil ihrer Kindheit. Vor 25 Jahren schloss es. Seitdem verfällt das denkmalgeschützte Gebäude zusehends.

Pressemitteilung: 130.000 Euro für Kiezprojekte!

Der Lichtenberger Kiezfonds wird ab 2017 für jeden der 13 Stadtteile im Bezirk von bisher 7.000€ auf nunmehr 10.000 € erhöht.

Dazu Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD): „Der bisherige Erfolg der Kiezfonds ist den vielen interessanten Ideen der Lichtenberger Bürger*innen sowie der engagierten Arbeit der ehrenamtlichen Bürgerjurymitglieder zu verdanken. Die Fonds stärken die Nachbarschaften und helfen den Bürger*innen, sich zu engagieren. Die hohe Akzeptanz der Kiezfonds war ausschlaggebend für die Entscheidung, sie im kommenden Jahr weiter auszubauen. Ich bin sehr gespannt, welche Projekte der Lichtenberger*innen in Zukunft das Leben und Miteinander im Bezirk zusätzlich bereichern.“

Hintergrund:

Erstmals 2010 mit einem Gesamtvolumen von 65.000 Euro aufgelegt, bietet der Kiezfonds den Bewohner*innen der jeweiligen Kieze finanzielle Unterstützung für die Verwirklichung kleiner Projekte. Gefördert werden Vorhaben, die den Zusammenhalt im Kiez fördern, Nachbarschaften stärken oder das Wohnumfeld verschönern.

Bisher haben die Bürgerjurys in vielen Sitzungen der letzten sieben Jahre über 900 Projekte und Vorhaben für ca. 540.000 Euro bewilligt. Dieses System der Bürgerbeteiligung findet große Beachtung über Lichtenberg und Berlin hinaus.

Im Bezirkshaushaltsplan 2016 standen insgesamt 91.000 Euro für die Kiezfonds zur Verfügung, ab 2017 werden insgesamt 130.000 Euro pro Jahr (10.000 Euro je Stadtteil) im Haushalt veranschlagt. Das Bezirksamt fördert damit das bürgerschaftliche Engagement in den Stadtteilen des Bezirks und nutzt die Kompetenzen der Bevölkerung zur Entwicklung der Stadtteile.

Alle notwendigen und erklärenden Unterlagen sind im Internet auf www.buergerhaushalt-lichtenberg.de zu finden. Hier kann auch Einblick in die Projekte der Jahre 2010-2016 genommen werden.

Vor der Antragstellung kann eine Beratung in den Stadtteilzentren in Anspruch genommen werden. Die Stadtteilzentren fungieren im Rahmen der Vergabe des Kiezfonds als Geschäftsstelle und koordinieren das Verfahren von Antragstellung bis zur Abwicklung.

Pressemitteilung: Bezirksamt Lichtenberg sucht neue Auszubildende

Das Bezirksamt Lichtenberg bietet für das Jahr 2017 wieder interessante Ausbildungsplätze an. Wer den aufstrebenden, familienfreundlichen Bezirk mitgestalten möchte, kann sich jetzt um einen Ausbildungsplatz bewerben. Bewerbungen von Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund sind willkommen.

Los geht es dann ab dem ersten September 2017. Gesucht werden Interessentinnen und Interessenten für folgende Ausbildungsberufe mit folgenden Bewerbungsfristen:

  • 12 Verwaltungsfachangestellte: Fachrichtung Kommunalverwaltung: 31. Dezember 2016
  • 1 Vermessungstechniker oder Vermessungstechnikerin: 31. Dezember 2016
  • 2 Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste:
    Fachrichtung Bibliotheken: 31. Januar 2017
  • 5 Gärtnerinnen oder Gärtner: Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau: 28. Februar 2017

Interessenten bewerben sich ausschließlich online über die Bezirksseiten: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/auf-einen-blick/buergerservice/bildung/artikel.317927.php oder direkt über das Berliner Karriereportal www.berlin.de/karriereportal/ . Das Bezirksamt erwartet mindestens den Mittleren Schulabschluss (MSA) mit guten Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch.

Für die Ausbildung zur Gärtnerin beziehungsweise zum Gärtner ist die Berufsbildungsreife erforderlich. Bewerbungen, die für diese Ausbildung erst nach dem 28. Februar 2017 eingehen, können nicht berücksichtigt werden.

Außerdem werden zwei Ausbildungsplätze für Altenpflegerinnen und Altenpfleger im Verbund Lichtenberger Seniorenheime angeboten. Die Bewerbungen nimmt der Verbund Lichtenberger Seniorenheime (Einbecker Str. 85, 10315 Berlin, z.H. Geschäftsführerin Kati Kühne) in der Zeit von Februar bis April 2017 entgegen.

Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) sagt: „Das Bezirksamt Lichtenberg ist ein attraktiver Ausbildungsbetrieb. Wir haben motivierte und wertschätzende Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter, interessante und lebensnahe Aufgaben und eine sehr hohe Übernahmequote. Unser Slogan: Lichtenberg braucht dich!“

Weitere Informationen:
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Abteilung Wirtschaft, Personal und Finanzen
Claudia Kinzel
Telefon: (030) 90 296 – 6822 | E-Mail

Pressemitteilung: Lichtenberger Arbeitslosenzahl erreicht neuen Tiefststand

Vermittlungen im ESF-Bundesprogramm erreichen neuen Höchststand

Die Lage am Lichtenberger Arbeitsmarkt verbessert sich weiterhin. Bereits im Juli meldeten das Lichtenberger Jobcenter und das Bezirksamt gemeinsam eine historisch niedrige Arbeitslosenquote. Diese ist nun nochmals gesunken und beträgt zum Monatsende September nur noch 8,0 Prozent. Das bedeutet einen Rückgang um 1,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Auch die Jugendarbeitslosenquote hat sich um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr 7,7 Prozent reduziert. Seit der Wiedervereinigung waren noch nie so wenige Menschen ohne Arbeit in Lichtenberg. Die Zahlen bewegen sich damit auch um 1,4 Prozentpunkte unter dem Gesamtberliner Schnitt. Dieser Vorsprung hat sich im Laufe des vergangenen Jahres sogar vergrößert.

Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro erklärt dazu: „Diese Zahlen sind sehr erfreulich. Sicher spielt hier auch der allgemeine Trend am Arbeitsmarkt eine Rolle. Aber gerade der steigende Abstand zur Gesamt-Berliner Arbeitslosenquote zeigt doch, dass unsere bezirklichen Anstrengungen ihren Teil dazu beitragen. Ein konkretes Beispiel dafür ist unsere Teilnahme am ESF-Bundesprogramm, bei dem das Lichtenberger Jobcenter schon 120 von insgesamt 200 Stellen an Langzeitarbeitslose vermitteln konnte. Bis 2017 wollen wir die 200 Stellen vollständig besetzen – das sind ein Drittel aller ESF-Stellen berlinweit.
Für uns ist dieses tolle Ergebnis Ansporn, mit unseren Bemühungen auch in Zukunft nicht nachzulassen, sondern weiterhin innovative Arbeitsmarktprogramme nach Lichtenberg zu holen und eigene Initiativen zu entwickeln. Denn selbst die historisch niedrige Arbeitslosigkeit bedeutet unterm Strich, dass noch immer fast jeder zehnte arbeitsfähige Lichtenberger keinen Job findet. Das sind immer noch zu viele.“

Hintergrund:
Zum Mai 2015 startete im Jobcenter Berlin Lichtenberg das ESF-Bundesprogramm zur dauerhaften Integration von Menschen mit einer mindestens zweijährigen Arbeitslosigkeit. Gekennzeichnet ist das Programm einerseits von der assistierten Vermittlung und gezielten Arbeitgeberansprache durch Betriebsakquisiteure sowie andererseits durch die Nachbetreuung der Arbeitsverhältnisse durch Coaches. Die Teilnahme am Programm ist freiwillig. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lockt ein mindestens 2-jähriges Anstellungsverhältnis.

Der Anlauf des Bundesprogramms konnte in Lichtenberg mit der ersten Integration nach nur einem Monat u.a. dadurch schneller als im gesamten Bundesgebiet erfolgen, weil die genannten Strukturen (assistierte Vermittlung und Nachbetreuung) hier schon seit 2014 durch das „Aktiv-Team“ gelebt und durch die Kommune unterstützt werden.

Die Geschäftsführung des Jobcenters Berlin Lichtenberg setzte sich das große Ziel, ca. ¼ aller geplanten ESF-Integrationen in Berlin-Brandenburg bis 07/2017 zu erreichen (200 Integrationen durch das ESF-BP).
Aktuell (Stand Oktober 2016) wurden im Bezirk Lichtenberg bereits 120 Kunden über das ESF-Bundesprogramm in Arbeit gebracht. Regelmäßig werden Veranstaltungen mit Arbeitgebern und Kunden durchgeführt, die Interesse am ESF-Bundesprogramm haben.

Viele Lichtenberger Arbeitgeber haben sich von Anbeginn des Programms als zuverlässige Partner erwiesen, arbeitslosen Menschen zu neuen Chancen zu verhelfen.

Pressemitteilung: Containerquartiere und Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge sollen Unterbringung in Sporthallen und ähnliche Notlösungen ersetzen

Der Senat hat am vergangenen Dienstag seine Vorschläge für die zukünftigen Standorte der Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) und der sog. Containerquartiere veröffentlicht.

Für Lichtenberg werden folgende Standorte für MUF genannt:

  • Am Breiten Luch 1-3
  • Wartenberger Straße 120
  • Zobtener Straße (nördlich Nr. 61)
  • Konrad-Wolf-Straße 33/34
  • Hagenower Ring (nördlich 16-22)
  • Seehausener Straße 33, 35, 37, 39

Für die Errichtung der MUF wird mit einer Bauzeit von 48 Wochen gerechnet.

An folgenden Standorten sollen nach Planung des Senats sog. Containerquartiere entstehen:

  • Darßer Straße 101 (nur im Tausch gegen den Freizug den Sporthalle Darßer Straße 97)
  • Alt-Friedrichsfelde 60
  • Wollenberger Straße 1

Der Bau der Containerquartiere soll nach bisherigen Informationen bis Ende Mai bzw. Juni 2016 erfolgen.

Das Bezirksamt Lichtenberg hält die genannten Standorte aus baulicher Sicht für geeignet. Der Bezirk Lichtenberg wird nun mit dem Senat insbesondere über eine Entlastung Hohenschönhausens weiter verhandeln. Dabei werden wir auch klären, ob einzelne Standorte für die Errichtung notwendiger Infrastruktureinrichtungen genutzt werden können. Wesentlich dafür ist eine Gesamtschau aller im Bezirk Lichtenberg untergebrachten Flüchtlinge und des sich daraus ergebende Gesamtbedarfes an Schulen, Kitas, Kultur- und Sporteinrichtungen. Das Bezirksamt wird gemeinsam mit dem Senat zu Anwohnerinformationsveranstaltungen einladen, sobald eine endgültige Entscheidung und der entsprechende Zeitplan für die einzelnen Standorte vorliegen.

Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD): „Ich nehme den Senat mit seiner Ankündigung beim Wort, eine gerechte Gesamtverteilung der unterzubringenden Menschen berlinweit anzustreben. Die neuen Einrichtungen werden eine menschengerechte Unterbringung geflüchteter Menschen ermöglichen und sollen die Belegung von Sporthallen und andere Notlösungen zukünftig ersetzen. Ab sofort geht es in Lichtenberg darum, gemeinsam mit dem Senat die notwendige Folgeinfastruktur wie Schulen, Kitas, Kultur- und Sporteinrichtungen adressscharf zu planen und kurzfristig zu realisieren. Bereits jetzt hat der Senat die Einrichtung eines Integrationsmanagements für die Großsiedlung Hohenschönhausen zugesagt. Außerdem wurde die Zahl der Integrationslotsen aufgestockt. Vom Masterplan Integration, der vom Senat für März angekündigt wurde, erwarte ich dringend weitere konkrete Infrastruktur- und Unterstützungsmaßnahmen für alle Menschen in Lichtenberg.“

Die Pressemitteilung zum Herunterladen finden Sie hier: Hier klicken!

Pressemitteilung: Hoàn Kiêm und Lichtenberg haben Ja gesagt

Gut Ding will Weile haben. Seit dem Jahr 2008 waren der Berliner Bezirk Lichtenberg und der Hanoier Bezirk Hoàn Kiêm miteinander in Kontakt. Schulklassen und Mitarbeiter der Verwaltung besuchten sich, fanden Gemeinsamkeiten und auch die Lichtenberger Bezirksverordneten¬versammlung wollte mehr: Einen unterzeichneten Städtepartnerschaftsvertrag.
Im August empfing Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) ihren Amtskollegen Dong Đuc Tuan mit seiner Delegation zu Verhandlungen über konkrete Vertragsinhalte.

Seit Mittwoch ist die Bezirksbürgermeisterin auf Gegenbesuch bei Bürgermeister Dong Đuc Tuan in Hoàn Kiêm. Die beiden Bezirkschefs unterzeichneten am 16. Oktober in einer feierlichen Zeremonie die Städtepartnerschaftsvereinbarung. Mit dabei waren der Bezirksvorsteher Rainer Bosse, der Bezirksverordnete Ronald Schulz-Töpken, die Städtepartnerschaftsbeauftragte Karin Strumpf, der Projektleiter der Vereinigung der Vietnamesen Berlin-Brandenburg Tuan Dao Le und die SODI-Projektmanagerin Susanne Laudahn. Jetzt geht es also richtig los.

Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD): „Beide Bezirke verbindet viel – wir sind attraktiv und wachsen enorm. In Lichtenberg leben ca. 8.000 Menschen mit vietnamesischen Wurzeln. Das ist die größte vietnamesische Community Berlins. Ein großer Teil von ihnen kommt aus dem Bezirk Hoàn Kiêm. So wie das Dong-Xuan-Center, das es nicht nur in Lichtenberg, sondern schon seit 100 Jahren auch in Hoàn Kiêm gibt. Jetzt gilt es, die Partnerschaft mit Leben zu füllen. Die Menschen der beiden Bezirke sollen sich beispielsweise bei gemeinsamen kulturellen, sportlichen oder wirtschaftlichen Vorhaben begegnen.“

In der Städtepartnerschaftsvereinbarung wird die verstärkte Zusammenarbeit vor allem in vier Bereichen angestrebt:

  • Ausbildung, Jugend und Soziale Angelegenheiten
  • Tourismus, Kultur und Sport
  • Wirtschaft und Städtische Entwicklung
  • Kooperation der Verwaltungsämter von beiden Bezirken

Die Vereinbarung richtet sich nicht nur an die beiden Bezirksverwaltungen, sondern ausdrücklich auch an die in den Bezirken aktive Zivilgesellschaft, Vereine und Schulen. Entsprechende Anfragen und Projektideen können an das Bezirksamt, Karin Strumpf, karin.strumpf@lichtenberg.berlin.de, gerichtet werden.