Studie zum Gewerbegebiet Herzbergstraße liegt vor

Mit unseren Gewerbegebieten geht es seit einigen Jahren wieder aufwärts. Inzwischen haben die Kolleginnen der Wirtschaftsförderung Schwierigkeiten, für die große Nachfrage noch passende Flächen zu finden. Die Lichtenberger Gewerbegebiete sind attraktiv, weil sie als einige der wenigen Berliner Gebiete noch die Möglichkeit bieten, in der Nähe zum Innenstadtring zu produzieren. Diese Nähe sorgt aber auch für andere Begehrlichkeiten. So steigen die Anfragen aus der Kreativ- und Wohnungswirtschaft, die Gewerbeflächen umzunutzen.

Daraus können sich Konflikte ergeben. Werden alte Fabrikgebäude zu attraktiven Lofts umgebaut, dauert es bis zur ersten Klage gegen die Lärmbelästigung der Nachbargewerbe nicht mehr lang. Die Folge ist Verdrängung: die Gewerbetriebe wandern ins Umland und damit auch die wohnortnahen Arbeitsplätze der Lichtenberginnen und Lichtenberger.

Das Bezirksamt hat nun eine Studie erstellen lassen, wie wir das Gewerbegebiet Herzbergstraße weiter entwickeln wollen und wie wir mit dem Verdrängungsdruck umgehen. Dabei stand die Sicherung der vorhandenen Gewerbestandorte im Vordergrund.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Wohnnutzungen jeder Art in Zukunft ausgeschlossen werden sollen. Die Ansiedlung von Kreativwirtschaft wird hingegen nicht ganz so problematisch gesehen. Hier ist aber darauf zu achten, dass die jeweiligen Kreativunternehmen nicht zu einer Mischnutzung von Wohnen und Arbeiten übergehen, wie es gerade im Kleinkunstbereich verbreitet ist.

Die Ergebnisse der Studie werden wir zusammen mit der BVV in den Ausschüssen mit Interessierten diskutieren.