SPD-Fraktion kritisiert GASAG – Spekuliert die GASAG auf Verjährung?

Mit Unverständnis reagierte Birgit Monteiro, verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses, auf das Scheitern der Verhandlungen mit der GASAG. “Von einem Unternehmen, das mit seiner Auszeichnung für Servicequalität und Kundenzufriedenheit 2009 wirbt, erwarte ich ein Zugehen auf die Kunden und nicht ein Spekulieren darauf, dass möglichst wenige Kunden den Klageweg beschreiten und dadurch Erstattungsansprüche zum Jahresende verfallen”, so Birgit Monteiro.

Die Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher und Vertreter der Berliner Verbraucherzentrale hatten sich intensiv um eine außergerichtliche Einigung mit der GASAG bemüht. Rund 300.000 Berliner GASAG-Kunden haben laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs in den Jahren 2005 und 2006 zu viel bezahlt, die entsprechende Preiserhöhungsklausel wurde für ungültig erklärt.

Monteiro weiter: “Meint die GASAG tatsächlich, auf diese Weise zur Zufriedenheit ihrer rund 300.000 Sondervertragskunden beizutragen? Zum Glück stehen die GASAG-Kunden dem Konzern nicht allein gegenüber. Mein ausdrücklicher Dank gilt der Berliner Verbraucherzentrale, die derzeit eine Einziehungsklage von 100 GASAG-Kunden vorbereitet und damit deutlich macht, dass dieses inakzeptable Geschäftsgebaren der GASAG nicht hingenommen wird.

Von einem Unternehmen, das immer wieder auf seine über 160-jährige Verbundenheit mit Berlin verweist, erhoffe und erwarte ich ein anderes Verhalten. Noch ist die Klage nicht eingereicht. Die GASAG muss jetzt handeln und ihre Kunden entschädigen! Davon würden nicht nur die Berlinerinnen und Berliner profitieren, sondern letztendlich auch die GASAG – durch neues Vertrauen und größere Kundenzufriedenheit.”