Pressemitteilung: Kranzniederlegung anlässlich des 150. Geburtstages von Louise Zietz

Kranzniederlegung Luise Zietz

Die AsF-Delegation nach der Kranzniederlegung.

Elke Ferner MdB, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) und Mitglied des SPD-Parteivorstandes, legt am 25. März 2015 in Berlin einen Kranz anlässlich des 150. Geburtstages von Louise Zietz – der ersten Frau im SPD-Parteivorstand – nieder.
Gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Lichtenberg, Birgit Monteiro, und dem schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten Franz Thönnes, zu dessen Wahlkreis Zietz‘ Geburtsstadt Bargteheide gehört, wird an ihrem Grab an diese herausragende Sozialdemokratin erinnert.

Die Kranzniederlegung findet statt:

am Mittwoch, dem 25. März 2015
um 16:30 Uhr,
an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde Gudrunstraße 20, 10365 Berlin-Lichtenberg

Louise Zietz wurde am 25. März 1865 im schleswig-holsteinischen Bargteheide geboren. Als erste Frau zog sie im Jahr 1908 in den Parteivorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ein, für den sie als Frauensekretärin arbeitete. Zuvor hatte Zietz schon lange für die Gleichstellung von Frauen und Männern gekämpft, für bessere Arbeitsbedingungen und für Geburtenkontrolle. Ihr rhetorisches Talent brachte ihr den Titel „weiblicher Bebel“ ein. All dies in einer Zeit, in der Frauen die politische Agitation gar nicht erlaubt war. Zu Beginn ihrer politischen Arbeit richtete sie ihr Augenmerk auf die gewerkschaftliche Organisation von Frauen und ihre Rolle in den Arbeitskämpfen jener Jahre. Von 1898 bis 1904 war sie Vorsitzende des Fabrikarbeiterverbandes Hamburg- St. Georg. 1911 begründete sie den Internationalen Frauentag in Deutschland mit. Louise Zietz gehörte 1919/1920 der Weimarer Nationalversammlung an und war danach bis zu ihrem Tode Mitglied des Reichstages für die USPD aus dem Wahlkreis 2 Berlin. Sie verstarb am 27. Januar 1922 in Berlin.