Lichtenberg bald auch familienfreundlicher Gastgeber

Männer in Arbeitsanzügen hämmern, stemmen und zimmern: Am Ostkreuz entsteht zurzeit nicht nur ein Vorzeigebahnhof. Gleich nebenan in der Marktstraße, wo einst die Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft gebüffelt haben, feiert im August die größte Jugendherberge Berlins Richtfest.

Es freut mich, dass der Deutsche Jugendherbergsverband zehn Millionen Euro in Lichtenberg investiert. 70 dauerhafte Jobs plus Ausbildungsplätze können so entstehen. Und auch dutzende Arbeitsplätze im Handwerk konnten für ein Jahr gesichert werden.  

Gerade hatte ich Gelegenheit, zusammen mit den Architekten und dem Bauherren den Baufortschritt anzusehen. Die Eröffnung ist zwar erst für Ende Juni 2016 geplant, aber es geht schon gut voran. Bisher wurden vor allem neue Wände eingezogen, um die großen ehemaligen Seminarräume in mehrere kleinere Drei-Bett-Zimmer mit eigenem Bad umzubauen. Schön ist, dass viel von der alten Bausubstanz erhalten bleiben soll, um den Charakter des Hauses zu bewahren und dem Denkmalschutz gerecht zu werden. Die Aula wird sogar in den ursprünglichen Zustand zurückgebaut, damit die charakteristische Decke mit ihren Metallstreben in sechs Metern Höhe wieder zum Vorschein kommt.

Bei unserem Rundgang habe ich festgestellt, dass Jugendherbergen nicht mehr so sind, wie sie mal waren: Etagenduschen und Einheitsmittagessen waren gestern. Die Jugendherbergen von heute wirken eher wie Hotels. Zwar haben die Bäder keine Natursteinböden und Doppelstockbetten gibt es noch – allerdings ist alles viel schicker als früher. Die Übernachtungen sollen um 25 Euro pro Person kosten und 18 Zimmer werden barrierefrei und für Rollstuhlfahrer geeignet sein.

Hauptzielgruppe sind junge Familien. Sie wünschen sich gesundes Essen, ein sauberes Zimmer und natürlich WLAN. Neben modernen Räumen gibt es ein erlebnispädagogisches Angebot und viele Gemeinschaftsflächen, auf denen sich die Gäste begegnen können. Damit passt die Herberge ganz hervorragend in unseren familiengerechten Bezirk. Ich freue mich auf die Eröffnung im nächsten Jahr.

Pressemitteilung: KinderUni unterwegs: Birgit Monteiro begrüßt das 5555. Kind

Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) wird am

Freitag, den 19. Juni,

von 9 bis 10 Uhr in der Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center, Prerower Platz 2, 

das 5555. Lichtenberger Schulkind begrüßen, das an einer Vorlesung der Reihe „KUL unterwegs“ teilnimmt. Die Jubiläums-Vorlesung dreht sich um das Thema „30 Jahre Neu-Hohenschönhausen: Wie der Stadtteil entstand und sich entwickelte“. Die Berliner Autorin Katrin Askan, selbst in Hohenschönhausen geboren, wird vor zwei vierten Klassen der Randow-Grundschule über die Geschichte dieses Stadtteils berichten.

Birgit Monteiro (SPD) sagt: „Ich freue mich, heute das 5555ste Teilnehmer-Kind bei KUL unterwegs begrüßen zu können. Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Kinder aus unserem Bezirk für immer wieder neue Themen begeistern. Ein großes Dankeschön auch an die Howoge, die mit diesem abwechslungsreichen Projekt die Bildungsangebote in unserem Bezirk noch attraktiver macht“, so Birgit Monteiro.

KU2

Sie wird zusammen mit Michael Wagner, Leiter des Bestandsmanagements der HOWOGE, die Jubiläumsklassen begrüßen. Wagner erklärt: „Wir freuen uns, dass KUL unterwegs in so kurzer Zeit so viele Kinder und Jugendliche in Lichtenberg erreicht hat. Für uns als Wohnungsbaugesellschaft ist das ein Zeichen, dass es sich lohnt, in Bildungsangebote zu investieren, die den Schulunterricht ergänzen und die kindliche Neugier wecken.“

KU4KUL unterwegs wurde als kostenloses Bildungsprogramm im Herbst 2012 von der HOWOGE ins Leben gerufen. Die Veranstaltungsreihe bringt die Rätsel der Wissenschaft – verständlich und spannend erklärt – in die Klassenzimmer der Lichtenberger Schulen und in die Anna-Seghers-Bibliothek. KUL unterwegs ist eine Weiterentwicklung der KinderUni Lichtenberg (KUL), die seit 2003 jedes Jahr im November ein Bildungsangebot für neugierige Kinder in den Räumen der HTW Berlin bietet. Mehr als 30 Vorlesungen, Workshops und Exkursionen stehen zur Auswahl und können online angefragt und gebucht werden. Website: http://kul-unterwegs.de/

Besuch im Institut Buhara – die Imamschule in Karlshorst

Vergangene Woche hatte ich zusammen mit meiner Kollegin Frau Obermeyer einen außergewöhnlichen Antrittsbesuch in Karlshorst. Eingeladen hatten der Schulleiter der dort seit 2009 ansässigen Imam-Schule und der Vorsitzende des Trägervereins Semerkand. Gemeinsam zeigten sie uns die Räumlichkeiten – von den Seminarräumen und der Küche im Erdgeschoss bis zum großen Saal im Obergeschoss.

Für mich war es ein sehr eindrücklicher Besuch. Der Unterricht konzentriert sich in weiten Teilen auf Sprachunterricht in Deutsch, Türkisch und Arabisch und natürlich das Koranstudium. Durch die drei Sprachen sind die Imame später in der Lage, ihre Gemeinde umfassend anzusprechen, da die muslimische Community in Deutschland je nach Herkunft nunmal in diesen drei Sprachen spricht. Darüber hinaus gibt es u.a. auch eine Kunst- und diverse Sport-AGs, denen man sich nach dem Pflichtunterricht widmen kann. Der Kunst-AG konnte ich live zuschauen, wie sie ein Bild auf einer Wasseroberfläche gemalt haben. Am Ende wurde vorsichtig Papier darübergelegt, wodurch die Farbe am Papier hängen blieb und so das Kunstwerk entstand.

Interessant war der Ansatz der Schule, die Imame insbesondere für die Jugendarbeit in der Gemeinde zu befähigen. In der Ausbildung geht es nicht nur um das sattelfeste Rezitieren und Interpretieren des Korans, sondern eben auch um Gemeindearbeit im sozialarbeiterischen Sinne. Erreicht wird das durch Praktika direkt in den Moscheen. Die Grundfrage ist dabei, wie man die Jugendlichen „von der Straße holt“. Das war auch die Motivation des Trägervereines, das Institut Buhara aufzubauen. Die bisher meist aus der Türkei kommenden Imame finden keinen richtigen Zugang zu den Jugendlichen.

Die Schule hat momentan um die 40 Schüler, die durch den Internatsbetrieb die meiste Zeit im Gebäude selbst verbringen. Das ist für einen Internatsbetrieb zwar völlig normal, hindert die Nachbarschaft aber daran das Haus und seine Schüler kennenzulernen. Hier greifen leider Resentiments und Ängste ineinander, wenn das Institut aufgrund von Vandalismus einen hohen Zaun zieht und die Nachbarn dies als Abschottung auffassen und skeptisch werden. Umso froher bin ich, dass die Imamschule schon von Beginn an zu besonderen Anlässen in ihr Haus einlädt. So sind am Freitag, 8. Mai alle Bürgerinnen und Bürger zu einem Tag der offenen Tür eingeladen und ich kann nur jedem empfehlen, sich das anzuschauen.

Mir hat es jedenfalls sehr gefallen und ich werde das Institut in Zukunft gerne unterstützen.

Gastbeitrag: Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro besucht den Campus Hedwig

Sie war die erste offizielle Besucherin auf dem Campus Hedwig: am Samstag, 18. April besuchte Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro den Umzug der Kita Sonnenschein in den neugebauten Campus Hedwig. In der Hedwigstraße 9/10 steht der von der SozDia Stiftung Berlin erbaute, halbrunde Neubau, der sich harmonisch in eine parkähnliche Grünfläche einfügt. Die Bezirksbürgermeisterin, die von SozDia-Vorstand Michael Heinisch durch das neue Gebäude geführt wurde, zeigte sich beindruckt: „In diesem Gebäude kann man als Kind seiner Phantasie freien Lauf lassen“ so Monteiro.

Im Campus Hedwig, der am 27. Mai offiziell eröffnet wird, finden die AnwohnerInnen Hohenschönhausens generationsübergreifende Angebote sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien und Jugendliche. Denn neben der Kindertagesstätte Spatzenhaus ziehen das Stadtteilzentrum Hedwig und die Beratungsstelle FLEXible Erziehungshilfen in den himmelblauen Neubau ein. „Der Campus Hedwig ist ein großer Gewinn für diesen Kiez. Es gibt in dieser Nachbarschaft schon viel bürgerschaftliches Engagement und Menschen, die mit anpacken. Ich wünsche mir, dass der Campus Hedwig zu einer weiteren Belebung des Kiezes beiträgt“ so die Bezirksbürgermeisterin.

Campus Hedwig

Betriebsbesuch bei Mobi-Hub

Neben meiner Verantwortung als Bezirksbürgermeisterin bin ich auch Leiterin der Lichtenberger Wirtschaftsförderung. In dieser Verantwortung besuche ich regelmäßig Lichtenberger Betriebe, um nah bei den Unternehmen und Themen vor Ort zu sein und ein weiteres stabiles wirtschaftliches Wachstum Lichtenbergs zu befördern.

Am vergangenen Freitag besuchte ich die Mobi-Hub, ein klassisches Familienunternehmen. Das Ost-West-Ehepaar Hallau startete 1995 mit der Vermietung von drei Kranen inkl. dem dafür notwendigen Kranführern in die Selbstständigkeit. Seitdem kümmert Herr Hallau sich um die Kranfahrzeuge und deren Einsatz und Frau Hallau sich um die Finanzen sowie die Mobikartbahn gleich um die Ecke in der Plauener Straße. Beide Standbeine bedeuten Superlative in Berlin. Die größten Krane, die längste überdachte Kartbahn.

Das Unternehmen steht auf wirtschaftlich gesunden Beinen. Die aktuellen Herausforderungen sind dementsprechend von einer weiteren Expansion gekennzeichnet. Man sucht gute und verlässliche Kranfahrer, die auch Englisch sprechen können. Außerdem möchte sich der Betrieb erweitern und sucht neue Flächen – möglichst in Lichtenberg. Durch die gute gesamtwirtschaftliche Lage in Berlin sind die letzten freien Flächen aber auch entsprechend kostspielig. Hier wird unsere Wirtschaftsförderung unterstützend tätig werden.

An dem Besuch hat mich besonders das Betriebklima und das Engagement des Unternehmerpaares beeindruckt. In dem Unternehmen sind die meisten Beschäftigten von Beginn an dabei. Entlassungen sind selten. Interessant war außerdem unser Austausch zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Arbeit beginnt morgens sehr zeitig, wechselt nach Bedarf und erfordert eine hohe Flexibilität. Interessentinnen sind rar. Ich bin gespannt, ob meine Informationen zum bevorstehenden Girls’Day aufgenommen werden.

 

 

Von Europa lernen

Die Delegation in Brüssel

Die Delegation in Brüssel

Vom 02.-03. März 2015 nahm ich an einem europapolitischen Informationsseminar der Bezirke des Landes Berlin in Brüssel teil. Koordiniert und begleitet wurde das Seminar von Frau Staatssekretärin Hella Dünger-Löper.

Neben den Themen Strukturfonds und Fördermöglichkeiten für die lokale Ebene, europäische Jugendpolitik und Förderoptionen, Asylpolitik und Migration, europäische Städtepolitik und innovative Maßnahmen standen ein Gespräch mit den Berliner Mitgliedern des Europäischen Parlaments und ein Besuch des Ausschusses der Regionen auf dem Programm.

Stadtteiltag bei schönstem Herbstwetter

 

Am vergangenen Dienstag war ich wieder in Alt-Lichtenberg unterwegs. Sonniges Herbstwetter und gute Laune waren den ganzen Tag unsere Begleiter.

Los ging es in meinem neuen Büro in der Bürgerheimstraße 4, in dem der Fotozirkel des Kiezspinne e.V. seine Ausstellung „Lichtenberger Stadtansichten“ eröffnete. Der Vorsitzende des Fotozirkels, Herr Mattern, führte durch die Motive und hatte zu jedem Bild noch einige Details zu ergänzen. Ich freue mich sehr, dass die Bilder des Fotozirkels nun für die kommenden Monate mein Büro schmücken werden. Wer möchte und es irgendwie einrichten kann, sollte innerhalb der Öffnungszeiten vorbeikommen und sich die Bilder ansehen, es lohnt sich.

Während einige meiner Gäste im Anschluss zu der Namensweihe des Stefan-Heym-Platzes gingen, traf ich mich mit der Schulleiterin der Herman-Gmeiner-Grundschule, Frau Schröder. Sie berichtete mir gemeinsam mit einigen Erzieherinnen von den Vorbereitungen für die im Frühjahr geplante „energetische Instandsetzung“ der Schule. Das Kollegium möchte diese Instandsetzung als Chance nutzen, generelle bauliche und pädagogische Neuerungen in das Schulgebäude zu bringen, die mit der alten Bausubstanz nicht möglich sind. Hier müssen mit dem Bezirksamt aber noch einige Absprachen getroffen und um Verständnis geworben werden. Ich habe hier meine Unterstützung zugesichert.

Anschließend begann gleich um die Ecke der Kiezrundgang, bei dem ich auch einige Leute vom Stefan-Heym-Platz wieder traf. Zusammen mit Bezirksbürgermeister Andreas Geisel gingen wir vom Katzenwäldchen in der Harnackstraße über die Kreuzung Buchberger Straße nach Süden zum ehemaligen Coppimarkt. Auf den Rundgang konnte man an einigen Stellen sehen, dass es mit Lichtenberg weiter nach oben geht. Das Katzenwäldchen wird nächstes Jahr runderneuert, die Kreuzung mit einigen Jahren Verspätung nun endlich ausgebaut und in der Buchberger Straße wird ein Obi-Baumarkt eröffnet. Lediglich nach Süden hin bereitet die große Brache der Post und der vom Eigentümer der „Verwahrlosung“ überlassene Coppimarkt weiter Bauchschmerzen. Hier hat der Bezirksbürgermeister einerseits klargestellt, dass er das Gespräch mit dem Eigentümer sucht, aber andererseits auch kaum Handlungsspielraum hat, da das Grundstück nun mal in privater Hand ist. Einen Dank möchte ich auch an den Mieterbeirat aussprechen, der zahlreich vertreten war und an vielen Stellen gute Hinweise gegeben hat.

Die nächste Station war die koptische Kirche auf dem Roedeliusplatz. Die Gemeinde war in den letzten Monaten gleich vier Mal Ziel von Einbrüchen und Anschlägen. Das Ergebnis ist Angst bei den Gemeindemitgliedern, auch weil man bis heute keine Täter ermitteln konnte. Für eine wirksame Sicherung der Kirche ist kein Geld da, denn die Gemeinde wird nicht vom Staat gefördert. Darüber hinaus gibt es ganz weltliche Probleme, wie die Hinterlassenschaften von Hunden auf dem Kirchengrund und den allgemein schlechten baulichen Zustand des Gebäudes.

 

Am Ende des Stadtteiltages ging es dann in die Lichtenberger Erlöserkirche, in der an diesem Abend der Festakt zu 25 Jahre Mauerfall des Bezirks Lichtenberg stattfand.

In der Tradition der kirchlichen Bürgerrechtsbewegung begann und endete der Festakt mit einem Punkrockkonzert der Lichtenberger Band Pogativ. Dazwischen hielten Bezirksbürgermeister Andreas Geisel und Superintendent Hans-Georg Furian jeweils bewegende Festreden. Auf einer Podiumsdiskussion erinnerten sich Zeitzeugen aus der Kirchenszene an die Zeit vor dem Mauerfall und wie es damals in der Erlöserkirche zuging. Es war insgesamt eine sehr würdige Veranstaltung und ein schöner Abschluss meines bzw. unseres Stadtteiltages.

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Besuch beim Annedore Leber Berufsbildungswerk

Bild: Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin

Um mir einen tieferen Einblick in die Berufsausbildung von Jugendlichen mit Behinderung zu verschaffen, besuchte ich am 09. September das Annedore-Leber-Berufsbildungswerk (ALBBW). In der Selbstbeschreibung des ALBBW heißt es über das Haus:

„Das Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin (ALBBW) bildet seit 1979 junge Menschen mit Behinderungen und besonderem Förderbedarf aus, die am Beginn ihres Berufslebens stehen. Dazu gehören junge Erwachsene mit Körper-, Sinnes- und Lernbehinderungen sowie psychischen Erkrankungen.

Unser Ziel ist es, den jungen Menschen den Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu ebnen und ihnen so eine selbstbestimmte Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Mit mehr als 30 Berufen bietet das Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin eine breite Palette an Ausbildungsmöglichkeiten an. Zudem können junge Menschen mit Behinderungen hier diverse Zusatzqualifikationen erwerben.“

Bei einem Rundgang durch das Haus zeigte mir der Geschäftsführer Herrn Schäuferle die einzelnen Arbeitsbereiche des Annedore Leber Berufsbildungswerkes, Jugendliche berichteten über ihre jeweiligen Ausbildungsfächer und wie auf ihre besonderen Bedürfnisse eingegangen wird.

Im anschließenden Fachgespräch mit Herrn Schäuferle sprachen wir über die Rahmenbedingungen, unter denen das ALBBW in Berlin arbeitet und wie wir diese verbessern können. Die Arbeit des ALBBW ist ein wichtiger Baustein für die Integration und Inklusion von Jugendlichen mit Behinderung in den Berliner Arbeitsmarkt, oftmals erhalten sie nach vielen Irrwegen hier ihre letzte Chance.

Ich werde die Arbeit des ALBBW weiter begleiten und im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen.

Zum Tag des offenen Denkmals war das Licht an im Hubertusbad

Am 13. und 14. September 2014 öffneten anlässlich des Tages des offenen Denkmals Mitglieder des Fördervereins Stadtbad Lichtenberg die Türen des Lichtenberger Hubertusbades.

Auch ich bin Mitglied des Vereins und war am Sonntag selbst mit vor Ort. So konnte ich mich davon überzeugen, welche große Anziehungskraft das seit 1991 geschlossene Bad immer noch auf die Menschen hat.

Bei Vorträgen und Führungen informierte der Verein die Besucherinnen und Besucher über die abwechslungsreiche Geschichte des Bades, den aktuellen baulichen Zustand und zukünftige Planungen. Der Andrang war so groß, dass weitere Termine im September und Oktober angeboten werden sollen.

 

Verleihung des Frieda-Rosenthal-Preis und Septemberfeuer wieder ein großer Erfolg

Andreas Wächter erhält den Frieda-Rosenthal-Preis 2014.

Auf dem Septemberfeuer der SPD Lichtenberg habe ich den von mir gestifteten Frieda-Rosenthal-Preis 2014 an Andreas Wächter für sein Engagement gegen Rechts verliehen.

Damit ehren wir Sozialdemokraten einen Mann, der sich beruflich wie privat für das demokratische Gemeinwesen einsetzt. Bis Mai 2014 arbeitete Wächter als Koordinator für die beiden lokalen Aktionspläne in Lichtenberg-Mitte und Hohenschönhausen, die im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ finanziert wurden.

In meiner Laudatio würdigte ich den Preisträger unter anderem mit folgenden Worten:

„Er prägte in dieser Tätigkeit durch sein persönliches Engagement entscheidend die bezirkliche Auseinandersetzung mit Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierungen jeglicher Form. Er koordinierte unzählige Aktionen gegen antidemokratische Kräfte im Bezirk. Der zentrale Kern seiner Arbeit war stets die Stärkung demokratischer Strukturen.“

Der Preisträger während der Laudatio

Wächter ist Mitinitiator des Lichtenberger Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Er hat zudem einen Beitrag dazu geleistet, die Kampagne „Bunter Wind für Lichtenberg“ auf den Weg zu bringen.

Verliehen wurde der Preis auf dem Septemberfeuer der SPD Lichtenberg zum sechsten Mal. Dieses jährlich stattfindende Familienfest konnte mit rund 400 Gästen einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Darunter waren dieses Jahr neben Bezirksbürgermeister Andreas Geisel auch Stadtentwicklungssenator Michael Müller und der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh.

Mit der Auszeichnung ehrt die Lichtenberger SPD Menschen, die sich in außergewöhnlicher Weise für das demokratische Gemeinwesen und eine solidarische Nachbarschaft engagieren. Auf meine Initiative hin war 2008 auch ein Stolperstein an der Fanningerstraße 53 verlegt worden, wo Frieda Rosenthal (1891-1936) wohnte. Im Jahre 2010 wurde eine Straße im neuen Wohnviertel „Carlsgarten“ im Lichtenberger Ortsteil Karlshorst nach der Sozialdemokratin benannt. Frieda Rosenthal arbeitete nach dem Ersten Weltkrieg im Amt für Sozialfürsorge in Lichtenberg und wurde 1929 Stadträtin in Mitte. Zwischen 1924 und 1933 saß sie für Lichtenberg und Später für Kreuzberg in der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Am 19. August 1936 wurde Frieda Rosenthal festgenommen. In der Haft nahm sie sich das Leben – aus Angst, ihre Mitstreiter verraten zu haben.