Willkommen in Lichtenberg!

Endlich ist sie da – unsere „Willkommen-in-Lichtenberg-Broschüre“.
Finanziert vom Wirtschaftskreis Hohenschönhausen-Lichtenberg, von Howoge, WGLi, Solidarität e.G. und Synergie navigiert sie alle Neu-Lichtenbergerinnen und Neu-Lichtenberger durch unsere Ämter sowie zu wichtigen Rufnummern, hilft beim Lernen der deutschen Sprache und wird in 6 Sprachen übersetzt. Herzlichen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben!

Rat der Bürgermeister*innen fordert einen Zeit- und Maßnahmeplan

Der Rat der Bürgermeister*innen (RdB) ist heute meinem Antrag gefolgt und hat den Senat aufgefordert, bis zum 24. März 2016 dem RdB einen Zeit- und Maßnahmeplan für die Errichtung der sog. „Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge“ (MUF) und Containerstandorte für geflüchtete Menschen vorzulegen. Darin sollen auch die notwendigen Entscheidungsschritte und die Beteiligung der Bezirke dargestellt werden. Dieser Plan wird laufend angepasst und weiterentwickelt werden müssen, aber er ist aus mindestens zwei Gründen enorm wichtig:

  1. Um die Bürgerinnen und Bürger umfassend informieren und einbeziehen zu können.
  2. Um endlich mit der adressgenauen Planung der notwendigen Folgeinfrastruktur, wie Schulen, Kitas, Sport- und Kultureinrichtungen u.v.m. beginnen zu können.

Arbeit und Beschäftigung in Lichtenberg

Wie beschäftigt sich das Bezirksamt eigentlich mit dem Thema Arbeit?

Was macht das Bezirksamt als Arbeitgeber aus?

Was wird von Seiten des Bezirksamtes getan, um die vorhandenen Arbeitsplätze in Lichtenberg zu sichern und um mehr Arbeitsplätze zu schaffen?

Ich habe mir diese Fragen zum Anlass genommen, einmal ausführlich das Thema Arbeit aus Sicht des Bezirkes darzulegen.

Viele Menschen denken beim Thema Arbeit zuerst an Arbeitslosigkeit. Da geht es Lichtenberg so gut wie seit den frühen 1990er Jahren nicht mehr:

Arbeitslosenzahlen
Die grüne Linie gehört zu Lichtenberg, die blaue Linie zu Berlin. Seit 2011 liegen wir unterhalb der Berliner Arbeitslosenquote – und der Abstand wird immer größer. Die Quote sieht im historischen Verlauf gut aus. So waren zum Jahresende 2015 im Bezirk lediglich 9,1 Prozent Menschen ohne Arbeit. Trotzdem bedeutet dieser Erfolg, dass knapp ein Zehntel der arbeitsfähigen Menschen in Lichtenberg arbeitslos ist. Das sind immer noch viel zu viele. Vor allem diejenigen bleiben auf der Strecke, die gering qualifiziert sind oder deren Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt ist. Außerdem gibt es Menschen, die zwar arbeiten möchten, es aus unterschiedlichen Gründen aber nicht können oder gar dürfen – und somit auch nicht in der Statistik vorkommen.

Und während die Arbeitslosenquote so gering ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr, fällt es den Unternehmen immer schwerer, qualifiziertes Personal zu finden. Am Ende dieses Beitrages finden Sie deshalb eine Aufstellung von offenen Stellen hier in Lichtenberg, die mir Lichtenberger Unternehmen zugesandt haben. Hierbei zeigt sich: Qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können gerade in technischen Berufen oft schnell eine neue Arbeit finden.

Und auch das Bezirksamt selbst ist ein starker und attraktiver Arbeitgeber. Wir sind mit rund 2.000 Beschäftigten eines der größten „Unternehmen“ im Bezirk. Nur die BVG beschäftigt auf ihren Lichtenberger Betriebshöfen noch mehr Menschen. Bei uns arbeitet vorwiegend Verwaltungspersonal, aber wir beschäftigen auch Menschen in medizinischen, technischen und sozialen Berufen. Dazu kommen IT-Fachkräfte, Bibliothekare/-innen, Gärtner/-innen und Schulhausmeister/-innen – ein breit gefächertes Berufsspektrum, damit wir all unsere vielfältigen Aufgaben erfüllen können. Dementsprechend finden Sie in der Liste der Stellenangebote auch einige Ausschreibungen des Bezirksamtes. Weiterlesen

Pressemitteilung: Containerquartiere und Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge sollen Unterbringung in Sporthallen und ähnliche Notlösungen ersetzen

Der Senat hat am vergangenen Dienstag seine Vorschläge für die zukünftigen Standorte der Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) und der sog. Containerquartiere veröffentlicht.

Für Lichtenberg werden folgende Standorte für MUF genannt:

  • Am Breiten Luch 1-3
  • Wartenberger Straße 120
  • Zobtener Straße (nördlich Nr. 61)
  • Konrad-Wolf-Straße 33/34
  • Hagenower Ring (nördlich 16-22)
  • Seehausener Straße 33, 35, 37, 39

Für die Errichtung der MUF wird mit einer Bauzeit von 48 Wochen gerechnet.

An folgenden Standorten sollen nach Planung des Senats sog. Containerquartiere entstehen:

  • Darßer Straße 101 (nur im Tausch gegen den Freizug den Sporthalle Darßer Straße 97)
  • Alt-Friedrichsfelde 60
  • Wollenberger Straße 1

Der Bau der Containerquartiere soll nach bisherigen Informationen bis Ende Mai bzw. Juni 2016 erfolgen.

Das Bezirksamt Lichtenberg hält die genannten Standorte aus baulicher Sicht für geeignet. Der Bezirk Lichtenberg wird nun mit dem Senat insbesondere über eine Entlastung Hohenschönhausens weiter verhandeln. Dabei werden wir auch klären, ob einzelne Standorte für die Errichtung notwendiger Infrastruktureinrichtungen genutzt werden können. Wesentlich dafür ist eine Gesamtschau aller im Bezirk Lichtenberg untergebrachten Flüchtlinge und des sich daraus ergebende Gesamtbedarfes an Schulen, Kitas, Kultur- und Sporteinrichtungen. Das Bezirksamt wird gemeinsam mit dem Senat zu Anwohnerinformationsveranstaltungen einladen, sobald eine endgültige Entscheidung und der entsprechende Zeitplan für die einzelnen Standorte vorliegen.

Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD): „Ich nehme den Senat mit seiner Ankündigung beim Wort, eine gerechte Gesamtverteilung der unterzubringenden Menschen berlinweit anzustreben. Die neuen Einrichtungen werden eine menschengerechte Unterbringung geflüchteter Menschen ermöglichen und sollen die Belegung von Sporthallen und andere Notlösungen zukünftig ersetzen. Ab sofort geht es in Lichtenberg darum, gemeinsam mit dem Senat die notwendige Folgeinfastruktur wie Schulen, Kitas, Kultur- und Sporteinrichtungen adressscharf zu planen und kurzfristig zu realisieren. Bereits jetzt hat der Senat die Einrichtung eines Integrationsmanagements für die Großsiedlung Hohenschönhausen zugesagt. Außerdem wurde die Zahl der Integrationslotsen aufgestockt. Vom Masterplan Integration, der vom Senat für März angekündigt wurde, erwarte ich dringend weitere konkrete Infrastruktur- und Unterstützungsmaßnahmen für alle Menschen in Lichtenberg.“

Die Pressemitteilung zum Herunterladen finden Sie hier: Hier klicken!

Arbeit, Inklusion und Integration zusammenbringen

Frau Monteiro zwischen den Aktenbergen

Liebe Lichtenbergerinnen und Lichtenberger,

es wird Sie nicht überraschen, dass ich mir für das Jahr 2016 einiges vorgenommen habe: Ich möchte Arbeit, Inklusion und Integration zusammenbringen.

Lesen Sie hier dazu mehr:
http://www.berliner-woche.de/fennpfuhl/politik/buergermeisterin-birgit-monteiro-will-arbeit-inklusion-und-integration-zusammenbringen-d91981.html

Über Ihre Unterstützung für meine Politik für alle Lichtenbergerinnen und Lichtenberger freue ich mich.
Gemeinsam kann es uns gelingen, dass das Jahr 2016 ein gutes und erfolgreiches Jahr für Lichtenberg wird.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien alles erdenklich Gute!

Ihre Birgit Monteiro

P.S.
In den letzten Arbeitstagen des alten Jahres, ist es mir übrigens gelungen, die Stapel auf meinem Schreibtisch wegzuarbeiten.

Meinen Dank an die Ehrenamtlichen

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… Die erste Kerze haben wir bereits entzündet – viele nehmen sich jetzt die Zeit, um auf das vergangene Jahr zurück zu schauen. Was haben Sie dieses Jahr erreicht? Was ist gut gelaufen und was hätte besser klappen können? Auch mich beschäftigen diese Fragen, vor allem mit Blick auf unseren schönen Bezirk.
Ich möchte das Jahresende dazu nutzen, um Danke zu sagen. Vor allem bei den vielen Menschen, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit unser Lichtenberger Gemeinwesen unterstützen. Danke für Ihre Entschlossenheit und Ihre Ausdauer, für Ihre Fantasie und Ihr Einfühlungsvermögen, für all Ihre Talente und Fähigkeiten, die Sie in Ihre freiwilligen Aufgaben einbringen. Danke, dass Sie Ihr Bürgersein auch als Aufforderung verstehen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Mein Dank und der Dank des Bezirkes gilt aber auch Ihren Familien und Freunden, die sie bei Ihrem Engagement begleiten und unterstützen.

 

Im Amt der Bezirksbürgermeisterin und ebenso in der jahrelangen Arbeit davor sind mir viele engagierte Persönlichkeiten begegnet, die sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise für ihre Nachbarschaft und das Gemeinwesen einsetzen. Vielen von Ihnen unterstützen hilfebedürftige Menschen – sowohl gesundheitlich in der Pflege als auch in schwierigen Lebenssituationen. Sie geben Hoffnung und Perspektiven. Lichtenberg hat eine lebendige Vereinslandschaft, in der die Freizeit organisiert und das gesellschaftliche Leben zusammengehalten wird. Es gibt den Sport, die Theater- und Karnevalsgruppen, die Jugendclubs und vieles andere mehr. Die Freiwillige Feuerwehr sorgt ehrenamtlich für Brandsicherheit und rettet Menschenleben. Aber auch alle anderen Ehrenamtlichen schützen mit ihrer Tätigkeit ein Stück weit das Leben derjenigen, um die sie sich kümmern.

Jedes Jahr zeichnet das Bezirksamt Lichtenberg einige dieser engagierten Lichtenbergerinnen und Lichtenberger aus.

Herr Tanyildiz hält die Urkunde hoch.

Herr Tanyildiz hält die Urkunde hoch.

So hat Ende September die OTA-Stiftung den Lichtenberger Integrationspreis für ihr besonderes Engagement bei der Ausbildung von Menschen mit Migrationshintergrund erhalten. Das deutsch-türkische Unternehmen der Familie Tanyildiz bildet in 22 Lehrberufen aus und richtet die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten individuell auf die Möglichkeiten von körperlich, geistig und sozial benachteiligten Jugendlichen aus, von denen viele einen Migrationshintergrund haben. Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung haben die jungen Menschen erstmals überhaupt eine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

 

Einen Sonderpreis für ihr außergewöhnliches Engagement bei der Einrichtung der Notunterkunft für Geflüchtete in Karlshorst erhielten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Initiative „Lichtenberg hilft“, die Evangelische Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lichtenberg und der DRK Kreisverband Müggelspree e.V. ebenfalls im September. Der Preis wurde gemeinsam vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller und mir überreicht. Die Preisträger hatten es innerhalb weniger Tage geschafft, vergleichsweise reibungslos rund 1.000 geflüchtete Menschen in die Notunterkunft einzuquartieren. Das war ein wichtiges Signal, was nach ganz Berlin ausgestrahlt hat.

 

Außerdem möchte ich an dieser Stelle noch einmal das Unternehmen des Jahres erwähnen – das Zementwerk Berlin an der Rummelsburger Bucht. Das Unternehmen bildet mit besonderer Sorgfalt Nachwuchskräfte aus, hat immer auch die Familien der Beshcäftigten im Blick und kümmern sich darum, dass ihre Mitarbeiter gesund bleiben. Auch in der Umwelttechnik arbeitet das Zementwerk mit höchsten Standards. Solche Unternehmen sind Vorbilder für die ganze Branche und prägen den Ruf Lichtenbergs als familiengerechter Bezirk.

 

In diesem Jahr durfte ich erstmals die zehn vom Lichtenberger Freiwilligenrat ausgewählten Preisträger für die Lichtenberger Bürgermedaille auszeichnen. Viele von ihnen sind mir durch ihr jahrelanges Engagement auch persönlich bekannt. An dieser Stelle möchte ich sie Ihnen noch mal kurz vorstellen:

Jürgen Hohlwein – Von Mai bis Oktober kann man ihn draußen treffen, denn Jürgen Hohlwein ist gern an der frischen Luft unterwegs. „Nicht ohne sein Fahrrad“ scheint dabei sein Leitspruch zu sein. Seit mehr als acht Jahren radelt Jürgen Hohlwein in den milderen Jahreszeiten durch Berlin und das Umland. Mehr als 30 Seniorinnen und Senioren begleiten ihn oft dabei und halten sich dadurch fit. Für sie fährt Jürgen Hohlwein vorher die Wege ab, plant die Routen und organisiert die Touren. Tradition hat auch die stets gut besuchte Jahresabschlussfeier in der Seniorenbegegnungsstätte Warnitzerstraße: Dort zeigt Jürgen Hohlwein den von ihm gedrehten Film mit den Höhepunkten des Radeljahres, die er mit selbst gedichteten Reimen und Episoden untermalt.

 

Das Ehepaar Ursula und Siegfried Bardtholdt – Seit Jahren investieren die Eheleute Ursula und Siegfried Bardtholdt viel Zeit und Kraft für alles rund um die koptisch-orthodoxe Kirche Berlin am Rodeliusplatz: Sie hämmern und bohren, um das Kirchgebäude zu erhalten, sie pflegen den großen Kirchgarten, damit alles wächst und grünt, sie beantragen Gelder, sammeln Spenden, vermitteln Hort- und Schulplätze und organisieren zudem kulturelle Veranstaltungen und Konzerte. Aber auch für die Gemeindemitglieder sowie für interessierte Berliner, für Flüchtlinge oder obdachlose Menschen engagieren sich Ursula und Siegfried Bardtholdt und haben für alle stets ein offenes Ohr.

 

Wolfgang Horn – In Hohenschönhausen ist er bei Groß und Klein bekannt: Wolfgang Horn ist ein wandelndes Auskunftsbüro, ein Ansprechpartner in allen Lebensbereichen und ein fleißiger Netzwerker dazu. In Eigenregie hat er beispielsweise Sponsoren gesucht und Künstler organisiert, damit die ehemals grauen Kästen von Post, Vattenfall und Kabel Deutschland in bunten Farben erstrahlen können. Bei den Hohenschönhausenerinnen und Hohenschönhausenern kam diese Aktion prima an.

 

Dr. Bärbel Laschke – 2005 ist die Interessengemeinschaft Geschichtsfreunde Karlshorst im Verein Kulturring in Berlin gegründet worden. Seither ist Dr. Bärbel Laschke als besonders aktives Mitglied nicht mehr aus der Gruppe wegzudenken: Als Teamleiterin verantwortet sie den thematischen Jahreskalender „Berlin Karlshorst“, der 2015 bereits zum zehnten Mal erschienen ist. Auch hat sie die dreibändige Publikumsreihe „Denkmale Karlshorst“ maßgeblich mitgeprägt. Außerdem veranstaltet Dr. Bärbel Laschke Ortsführungen und hält Vorträge. Für Gäste ist sie eine stark nachgefragte Gesprächspartnerin. Ihre Aktivitäten reichen weit über Karlshorst hinaus und ihre Anregungen wirken wie ein Motor, der andere motiviert, ihr Umfeld mitzugestalten.

 

Ly Le Thi – Vor einigen Jahren kam sie zum ersten Mal in „Leos Hütte“ – seither ist der Kontakt nicht mehr abgebrochen: Ly Le Thi versorgt die Jugendfreizeit-einrichtung regelmäßig und kostenfrei mit Pflanzen und Blumen für den Innen- und Außenbereich und hat 2014 die Jugendlichen mit Rat und Tat bei einem Schulgartenwettbewerb unterstützt. Und auch ihr Heimatland Vietnam und dessen Kultur bringt sie den Mitarbeitern und Besuchern von Leos Hütte nahe. Weil Liebe bekanntlich durch den Magen geht, kocht Ly Le Thi landestypische Gerichte und bietet sie gegen eine Spende an. Die Einnahmen hat sie anschließend einem Kindergarten in ihrem vietnamesischen Dorf überbracht.

 

 

Dr. Irmgard Steiner engagiert sich seit den 1990er Jahren auf vielfältige Art und Weise im Bezirk Lichtenberg. Ihre „soziale Heimat“ ist dabei die Volkssolidarität, bei der sie seit 15 Jahren Vorsitzende einer Ortsgruppe ist. Seit 2002 organisiert sie zudem das sozial-kulturelle Leben von 128 Mitgliedern durch gesellige Nachmittage für kranke und einsame MitbürgerInnen sowie Fahrten und Diskussionsrunden zu aktuellen politischen Themen. Seit 2002 ist Dr. Irmgard Steiner Mitglied des Bezirksvorstandes Lichtenberg, und seit 2008 seine Vorsitzende. Sie vertritt den Verband der Volkssolidarität Lichtenberg im Bündnis Demokratie und Toleranz. Dr. Irmgard Steiner schafft es, das Ehrenamt mit Stolz und Freude zu leben, für andere erlebbar zu machen und sie somit zu motivieren, selbst aktiv ehrenamtlich tätig zu werden.

 

Wolfram Teutloff – 16 Jahre lang war Wolfram Teutloff ehrenamtlicher Schiedsmann für den Bezirk Lichtenberg. In dieser Funktion hat er zwischen streitenden Menschen geschlichtet, wenn diese sich gegenseitig beleidigt, leicht verletzt, sich bedroht oder Sachen des anderen beschädigt hatten. Vom ersten Januar 1999 bis zum 27. Oktober diesen Jahres hat er im „Schiedsamtsbezirk 4“ mehr als 50 Fälle betreut und zu einem guten Ende gebracht. Die Streitparteien sind meist dankbar, weil das Verfahren vor dem Schiedsamt unbürokratisch ist und sie dadurch Prozesskosten sparen. Auch bei so genannten „Tür-und-Angel-Fällen“ konnte Wolfram Teutloff etliche Male beratend helfen, so dass das eigentliche Schlichtungsverfahren vermieden werden konnten.

 

Evelin Pakosta – Seit 1991 engagiert sich Evelin Pakosta im Lichtenberger Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e.V.). In den vergangenen vier Jahren hat sie dort auch im Vorstand mitgewirkt. Von 1999 bis 2001 war sie Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung, seit 2008 agiert sie dort als Bürgerdeputierte. Evelin Pakosta hat 2006 zusammen mit anderen sozial engagierten Personen das interkulturelle Begegnungszentrum „Neli-Treff“ im Weitlingkiez gegründet. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Angeboten hat es dazu beigetragen, den Kiez und die Nachbarschaft zu beleben. Zudem ist Evelin Pakosta seit 2008 als Beisitzerin im Vorstand der Kiezspinne FAS e.V. tätig. Vor allem für ältere Menschen organisiert sie einmal monatlich den „Besonderen Freitag“ im Nachbarschaftshaus „Orangerie“. Kurzum: Evelin Pakosta setzt sich mit ihrer gesamten Person auf besondere und außerordentlich engagierte Weise für das gemeinsame Miteinander in unserer Gesellschaft ein.

 

Beate Liehr – Beate Liehr ist seit 1995 Mitglied im Bürgerverein Fennpfuhl e.V. und seither in diesem Stadtteil ehrenamtlich sehr aktiv. Sie setzt sich insbesondere für Menschen mit Migrationsgrund und für die Belange ausländischer Mitbürgerinnen und –bürger ein. Seit Bestehen des Lichtenberger Kiezfonds leitet sie in ihrem Kiez mit großem Engagement die Bürgerjury. Zusätzlich hat Beate Liehr im Stadtteilzentrum Fennpfuhl über viele Jahre hinweg Veranstaltungen für Frauen vorbereitet und geleitet. Darüber hinaus ist sie eine aktive Vorleserin und ein engagiertes Mitglied im Förderverein der Lichtenberger Bibliotheken.

 

 

Irene Melzer – Schon 1976 begann Irene Melzer im Seepark Karlshorst mit ihrer Gemeinwesenarbeit. Dabei stand und steht ihr Engagement immer im Zeichen von sozialen Projekten, oft ging es dabei um Kinderarmut. 2010 initiierte sie ein generationsübergreifendes Nachbarschaftsprojekt: Immer mittwochs treffen sich dabei junge und alte Karlshorsterinnen und Karlshorster im Seepark, um gemeinsam Kaffee zu trinken und Kultur zu genießen. Irene Melzer hat Kontakt zu Schulen und Musikern, kennt Chöre und Bands und holt diese auf die Bühne im Grünen. Gäste spenden nach der Veranstaltung. Mit diesem Geld konnten bereits mehrere Vorhaben finanziell unterstützt werden. Aktuell engagiert sich Irene Melzer vor allem in der Notunterkunft Karlshorst. Ihr neuester Plan: Die Seeparkfamilie mit den geflüchteten Menschen zusammen zu bringen.

 

Für dieses Jahr endete der Reigen der Preisträger am vergangenem Donnerstag: Ich durfte den 1. Lichtenberger Inklusionspreis verleihen. Damit würdigen wir das Engagement jener Bürger, Träger, Unternehmen und Initiativen in der Behindertenhilfe, die Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit geben, ihr eigenes Leben aktiv und selbstbestimmt zu gestalten. In diesem ersten Jahr steht der Preis unter dem Motto „Stärkung der sozialräumlichen Infrastruktur“.

Den Preis haben sich die beiden Preisträgerinnen Doreen Kröber und Heidi Schulze mehr als verdient.

Heidi Schulze hat maßgeblich dazu beigetragen, die KinderKiezKarten zu gestalten und mit ihrer herzlichen und offenen Art viele Kinder zum Mitmachen animiert. Gemeinsam haben sie die Barrierefreiheit von Spielplätzen überprüft. Regelmäßig engagiert sie sich auch im Bürgertreff „Gemeinsam im Kiez leben“. Dort unterstützt sie seit Jahren ein Projekt der Spastikerhilfe Berlin, in dem Angebote im Freizeit- und Bildungsbereich, Informationsveranstaltungen, Ausstellungen, Feste und Konzerte für Menschen mit Behinderung organisiert werden. Sie lebt den Gedanken der Inklusion aktiv.

 

Doreen Kröber setzt sich schon seit vielen Jahren als Vorsitzende des Bezirksschulbeirates für die Inklusion an den Lichtenberger Schulen ein. Ich habe sie stets als aufrechte und konstruktive Verfechterin von Schülerrechten kennen gelernt – auch über die Bezirksgrenzen hinaus. Sie kämpft dafür, dass alle ausreichend mit Schulhelferstunden versorgt werden/sind, macht sich stark für eine App, mit der autistischer Kinder kommunizieren können und setzt sich für inklusive Schulgebäude ein. Kurzum: Doreen Kröber ist im Bezirk ein Motor für Inklusion!

 

Auch im kommenden Jahr wird das Bezirksamt wieder besondere Leistungen würdigen: So wird am 4. März der Preises für Demokratie und Toleranz verliehen. Noch bis zum 31. Januar nimmt unsere Integrationsbeauftragte Bärbel Olhagaray dazu Vorschläge entgegen: baerbel.olhagaray@lichtenberg.berlin.de oder telefonisch unter 90296 3907.

Mein Newsletter für Dezember ist erschienen!

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Lieber Senat!

Lieber Senat!

Du möchtest geflüchtete Menschen unterbringen? Das wollen wir Bezirke auch. Ich hoffe, dass die Beschlagnahmung von Sporthallen dabei nicht zum Fetisch wird, sondern dass es eigentlich um die kurzfristige Schaffung von Unterbringungskapazitäten geht.

Ich schlage deshalb vor, dass sich alle Senatsmitglieder und alle Bezirkbürgermeister_innen sehr schnell zusammensetzen und nicht eher auseinander gehen, bis wir gemeinsam eine Liste von Unterkünften erstellt haben, die die Unterbringung geflüchteter Menschen bis zum 31.12.15 (und in der Folge darüber hinaus) sichert. Bei dieser Liste wird auch die eine oder andere Sporthalle dabei sein, vor allem aber muss es um die schnellstmögliche Ertüchtigung ALLER anderen geeigneten Objekte gehen.

Bei dieser Gelegenheit sollten wir auch gleich die anderen „Kleinigkeiten“ klären, wie das Konzept zur gesundheitlichen Erstversorgung und all das, was in den Bezirken ab dem Moment der Unterbringung geflüchteter Menschen notwendig ist: Kita- und Schulplätze, medizinische und sozial-kulturelle Infrastruktur, Arbeit und Beschäftigung, Wohnen und Anbindung an den ÖPNV, mehr Personal…

Ich bin dazu sehr gern bereit und gespannt, wann dieser dringend notwendige Termin stattfindet…

Mein Newsletter für Oktober ist erschienen!

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Lassen Sie uns Lichtenberger Vorbild sein!

Liebe Lichtenbergerinnen und Lichtenberger,

wenn ich in den vergangenen Tagen und Wochen die Nachrichten im Fernsehen gesehen, die Zeitung aufgeschlagen, Meldungen auf Facebook oder Twitter verfolgt habe: das Thema Flüchtlinge war ganz nah. Auch in Gesprächen mit meiner Familie oder Freunden. Sicher ist es Ihnen ähnlich ergangen. Es ist das Thema des Jahres. In Europa, in Deutschland, in Berlin und auch hier bei uns in Lichtenberg.  Spätestens seit wir sehr kurzfristig die Notunterkunft in Karlshorst eröffnet haben, hat dieses Thema in unserem Bezirk eine neue Dimension erreicht. Und – so viel sei schon vorab gesagt: In Zukunft wird es noch weitere Flüchtlingsunterkünfte in Lichtenberg geben!
Menschen verlassen ihre Heimat nicht aus Jux und Tollerei. Sie fliehen vor Krieg, Zerstörung oder Verfolgung, haben oftmals alles verloren, konnten nur retten, was sie am Leibe tragen. Meine Mutter war 1945 selbst ein Flüchtlingskind. Die traumatischen Erfahrungen dieser Zeit wird sie nie vergessen. Und sie wirken in mein politisches Handeln bis heute hinein.
In den letzten Wochen hat sich die öffentliche Debatte zu dem Thema erfreulich verändert: Die Lautesten und Sichtbarsten sind heute diejenigen, die den Ankommenden ein aufmunterndes „Willkommen“ entgegenrufen und zugleich mit anpacken. So wie die Menschen am Münchener Hauptbahnhof, in der Notunterkunft in Karlshorst, im Containerdorf Falkenberg und an vielen anderen Orten.
Willkommenskultur ist keine Phrase. Viele Menschen leben sie bereits: Sie stellen Liegen auf, begleiten Flüchtlinge bei Amtsbesuchen, spenden Dinge, die dringend gebraucht werden, und organisieren mit Hilfe von Unternehmen und Vereinen, was noch fehlt. Die vielen Spenden wiederum haben weitere engagierte Helferinnen und Helfer auf den Plan gerufen. Diese haben beispielsweise über Tage hinweg Kleidung sortiert und Ordnung in das Chaos gebracht. In den vergangenen Wochen hat sich so ein Netzwerk von engagierten Menschen etabliert, die dauerhaft den Neuankömmlingen in Lichtenberg helfen. Meine Mitarbeiterin für Flüchtlingsfragen, Irina Plat, (zu erreichen unter fluechtlinge@lichtenberg.berlin.de) bekommt täglich Hilfsangebote, die sie weitervermittelt.

Momentan kommen die Menschen über Ungarn und Österreich vor allem zu uns. Trotz der vorübergehenden Grenzkontrollen werden die Menschen nicht aufgeben oder sogar wieder umdrehen. Von Süden aus werden die Ankommenden auf das ganze Bundesgebiet verteilt. Auch nach Berlin. In Lichtenberg haben wir jüngst die Unterkünfte in Karlshorst und Falkenberg eröffnet und sie binnen weniger Tage bis an die Kapazitätsgrenze gefüllt. Einige der vorhandenen Unterkünfte werden ausgebaut, andere eröffnen demnächst. Anfang September habe ich erfahren, dass auf dem ehemaligen MfS Gelände in der Ruschestraße Platz für mehrere hundert Flüchtlinge geschaffen wird. Zuvor müssen allerdings zahlreiche gravierende bauliche Mängel und Sicherheitslücken behoben werden. Ende September wird die Unterkunft voraussichtlich bezogen. Dazu wird es zeitnah eine Anwohnerversammlung geben, zu der ich einlade, sobald das Land Berlin einen Betreiber gefunden und den Termin für den Belegungsbeginn benannt hat.
Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass es nach dem Bezug der Ruschestraße keine weiteren Flüchtlingsunterkünfte in Lichtenberg geben wird. Wir alle wissen nicht, wie viele Flüchtlinge noch unterwegs nach Deutschland sind. Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.
Von der Europäischen Union und vom Bund erwarte ich ein Gesamtkonzept dazu, wie heute und in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten mit den Flüchtlingen umgegangen werden soll. Wir als Bezirk Lichtenberg brauchen außerdem die Unterstützung des Landes. Es müssen ausreichend Schul- und Kitaplätze sowie Wohnraum bereitgestellt, der Öffentliche Personennahverkehr erweitert, die medizinische und sozio-kulturelle Versorgung sowie die berufliche Ausbildung und Integration in den Arbeitsmarkt gesichert werden. Alle Fragen der Infrastruktur betreffen Einheimische und Flüchtlinge gleichermaßen und drängen deshalb besonders. Wer diese Frage nicht kurzfristig und spürbar beantwortet, gefährdet den sozialen Frieden.
Sie und ich, wir alle müssen uns entscheiden, wie wir mit der entstandenen Situation umgehen wollen. Bei aller Ungewissheit und auch berechtigter Sorgen sollte meiner Meinung nach vor allem Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Solidarität unser Handeln bestimmen.
Und natürlich müssen auch Politik und Verwaltung ihre Hausaufgaben machen und das Machbare gut strukturiert und unter Einbeziehung des überwältigenden Bürgerengagements organisatorisch auf die Reihe bekommen.

Lassen Sie uns mit der Situation positiv umgehen. Lassen Sie uns Lichtenberger Vorbild sein! Gehen wir offen auf die Menschen zu und integrieren sie in unsere Gemeinschaft! Das hilft uns gleichzeitig, vorhandene Missstände zu beseitigen und einen echten Mehrwert für unsere Gesellschaft zu schaffen. Flüchtlinge, die arbeiten, sind Menschen, die in unsere Sozialsysteme einzahlen! Sie zahlen Steuern, geben ihr Einkommen auch wieder aus und kurbeln so unsere Wirtschaft an. Flüchtlinge im Sportverein steigern die Mitgliedszahlen und sichern die Zukunft der Vereine. Flüchtlinge mit Kindern wirken der Überalterung entgegen und bezahlen unsere Rente. Das alles funktioniert aber nur, wenn wir sie mitmachen lassen und ihnen die Möglichkeit geben, zu arbeiten.

Die letzten Wochen geben mir hier große Hoffnung. In Karlshorst und Falkenberg wurden die Neu-Lichtenberger willkommen geheißen. Bis heute hält die Bereitschaft der Alt-Eingesessenen an, sich um ihre neuen Nachbarn zu kümmern. An den Wochenenden gibt es unter anderem Konzerte der jungen Philharmoniker und anderer Künstler in der Karlshorster Unterkunft. Bei solchen Aktionen zeigt sich immer wieder die große Dankbarkeit der Bewohner. Das alles erzeugt eine positive Grundstimmung, die alle motiviert, weiter mit anzupacken. Die Flüchtlinge wollen vor allem Deutsch lernen und arbeiten, niemandem mehr auf der Tasche liegen. Sie drängen danach, sich einzubringen und ihre weitere Zukunft aktiv zu gestalten. Lassen Sie uns ihnen gemeinsam dabei helfen!