„Jetzt stimmt die Mischung!“ – Vom Beginn der Gentrifizierung

von Matthias Vernaldi

Seit 15 Jahren wohne ich hier in der Stuttgarter Straße im nördlichen Neukölln. Obwohl schon immer mit einer deutschen Staatsbürgerschaft versehen, bin ich, wie viele hier, als Flüchtling gekommen – nicht als politischer oder wirtschaftlicher, sondern als ein Assistenzflüchtling. Ich sitze im Rollstuhl und kann mich nicht bewegen. So brauche ich immer einen, der mich kratzt, wenn’s juckt, zur Toilette bringt, wenn’s drückt, mich füttert, wenn mich hungert, mir beim Abhusten hilft, wenn’s röchelt… Vor meiner Flucht hatte ich im Altenburger Land in Thüringen gewohnt. Das dortige Sozialamt war der Auffassung, die Leute, die mir durch Pflege und Assistenz ein halbwegs selbstbestimmtes Leben ermöglichten, könnten das nebenher und ohne Bezahlung tun. In Berlin hingegen gab es Chancen, dass diese Hilfen finanziert wurden. So geriet ich hierher.
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Interview des Lichtenberger Pfarrers Peter Radziwill mit Birgit Monteiro für den Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Lichtenberg „Lichtblick“


Der „Lichtblick“ hat mit Birgit Monteiro darüber gesprochen, welche Anstöße
sie von der Kirche bekommen hat und welche sie von ihr erwartet. Birgit
Monteiro wurde in Strausberg geboren und wuchs in einem atheistischen
Elternhaus auf. Heute ist sie Geschäftsführerin der Kiezspinne und Mitglied
des Abgeordnetenhauses von Berlin.


Hat Ihnen die Kirche schon einmal einen Anstoß gegeben?

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Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt

Ich danke meinem Freund und Vorbild Herbert Scherer, Geschäftsführer des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit, für diese Rede, die er mir dankenswerter Weise für meine Homepage zur Verfügung gestellt hat.

Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt
Oder: ein Appell, die Dinge wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und die Wirklichkeit zurückzugewinnen.
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