Inklusive Schule braucht Geld!

Die SPD Lichtenberg stimmte gestern mit überwältigender Mehrheit einem Initiativantrag von Anne Meyer und mir zu, der sich an den Landesparteitag richtet und fordert:

 

„In den laufenden Beratungen zum Haushalt 2014/2015 wird das Abgeordnetenhaus aufgefordert, finanzielle Mittel in bedarfsgerechter Höhe für die Umsetzung des Gesamtkonzepts „Inklusive Schule in Berlin“ sowohl für die Qualifizierung und Beratung der Lehrkräfte, den Ausbau der bezirklichen Beratungs- und Unterstützungszentren und den behindertengerechten Umbau der Schulgebäude zur Verfügung zu stellen.“

 

Die UN-Konvention zur Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderung sagt aus, dass jedes Kind unabhängig von einer Behinderung die Chance haben soll, mit anderen Kindern die gleiche Schule zu besuchen, gemeinsam zu lernen und inklusiv beschult zu werden. Die Bundesrepublik Deutschland ist dieser Konvention im Jahr 2009 beigetreten. Im Januar 2011 legte der Senat von Berlin ein Gesamtkonzept zur Inklusiven Schule in Berlin vor, dass im Abgeordnetenhaus kontrovers diskutiert wurde.

 

Hauptkritikpunkt war, dass der Prozess der Inklusion im Schulbereich nicht kostenneutral umgesetzt werden kann. Um den Prozess der Inklusiven Schule in den nächsten beiden Haushaltsjahren erfolgreich weiterführen zu können und die mehr als 19.000 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die bereits jetzt schon an Regelschulen lernen, ausreichend zu fördern, müssen in allen 12 Berliner Bezirken ab 2014 Beratungs- und Unterstützungszentren für die Schulen eingerichtet werden. Darüberhinaus müssen ab Beginn des Schuljahres flächendeckende Qualifizierungsprogramme für die Lehrkräfte angeboten werden.

 

Zur Herstellung der „Barrierefreiheit“ an den Schulen sind insbesondere an den zukünftigen Schwerpunktschulen die erforderlichen Umbaumaßnahmen ab dem Haushaltsjahr 2014 umzusetzen. Für die Haushaltsjahre 2014/15 sollen finanzielle Mittel von mindestens 6,8 Mio. € für alle Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden.

1 Antwort
  1. Jess V. Pearson
    Jess V. Pearson sagte:

    Als erste der drei Grundschulen in Delbrück-Mitte hat die St. Marien-Schule von Beginn ihrer Existenz an dem Bedarf nach einem Betreuungsangebot Rechnung getragen und eine Betreuung zunächst bis 13.15 Uhr und ab dem Schuljahr 2000/2001 auch über Mittag bis 16.30 Uhr angeboten. Seit dem Schuljahr 2005 wurde unsere Betreuung in eine offene Ganztagsschule umgewandelt. Die Ausstattung der Räume wurde erneuert oder verbessert, zusätzliches Personal wurde eingestellt. Für die Nachmittagsstunden wird ein attraktives Angebot gemacht, das täglich sportliche, handwerkliche oder künstlerisch-kreative Möglichkeiten bietet. Zur Zeit werden täglich bis zu 25 Kinder von einer ausgebildeten Erzieherin und einer weiteren Kraft betreut. Für die Teilnahme an der offenen Ganztagsschule ist eine für ein Schuljahr verbindliche Anmeldung nötig. Die genauen Modalitäten (Abholzeiten, Teilnahme am Mittagessen, Kosten, „freie“ Tage etc.) werden im Einzelfall geregelt. Nach Schluss der offenen Ganztagsschule ist fährt um 16.30 Uhr ein Schulbus ab Schule, so dass die Kinder nicht abgeholt werden müssen.Die Schulwege der Kinder können als gesichert bezeichnet werden (eine Fußgängerbrücke und eine Ampelanlage an anderer Stelle über die B64, Tempo-30-Zonen in der Schulumgebung). Der nicht unerhebliche Teil an Fahrschülern, die mit dem Bus fahren, wird von Lehrerinnen oder Lehrern zur Bushaltestelle gebracht. Die Bushaltestelle befindet sich auf dem großen Parkplatz „Laumes Kamp“, der über einen ca. 200 m langen Fußweg durch diverse Sportanlagen erreichbar ist.

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