Frieda-Rosenthal-Preis zum dritten Mal ausgeschrieben – SPD ruft Bürgerinnen und Bürger auf, bis zum 12. August Vorschläge einzureichen

Berlin, 05. Juli 2011 – In diesem Jahr schreibt die SPD Lichtenberg bereits zum dritten Mal den Frieda-Rosenthal-Preis aus. Mit dem Preis wird besonderes haupt- oder ehrenamtliches Engagement für das demokratische Gemeinwesen im Bezirk Lichtenberg gewürdigt. Er ist mit 100 € dotiert und wird von Birgit Monteiro, MdA, gespendet.

Frieda Rosenthal wurde am 9. Juni 1891 in Berlin geboren. Sie arbeitete im Amt für Sozialfürsorge in Lichtenberg und seit 1929 als Stadträtin im Bezirksamt Mitte. 1933 gehörte sie zu den ersten, die von den Nazis aus dem Bezirksamt entlassen wurden. Von 1924 bis 1933 war sie für Lichtenberg und später für Kreuzberg Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Nach der Machtergreifung der Nazis leistete sie aktiven Widerstand gegen das Regime.

SPD, KPD, USPD – in keiner dieser Parteien wurde Frieda Rosenthal so richtig heimisch. Sie war immer auf der Suche, wählte nie den leichten Weg, bezog Position, packte an, half und engagierte sich. Gegen Nazis und Unrecht.
Am 19. August 1936 wurde Frieda Rosenthal verhaftet, in strenge Einzelhaft genommen und brutal verhört. Weil sie fürchtete, ihre Mitstreiter verraten zu haben, setzte sie am 15. Oktober 1936 ihrem Leben ein Ende.

Zum Gedenken an Frieda-Rosenthal wurde am 01. Oktober 2008 an ihrem ehemaligen Wohnort, in der Fanninger Straße 53, ein Stolperstein eingeweiht.

Birgit Monteiro, die Patin des Stolpersteins: „Ich wollte es nicht bei einer einmaligen Erinnerung an Frieda Rosenthal belassen. Die Initiierung des Frieda-Rosenthal-Preises ist mein ganz persönlicher Beitrag für ein lebendiges Erinnern an das Leben, den Kampf und den Tod dieser besonderen Lichtenbergerin. Der Preis soll heute das Engagement der Menschen würdigen, die sich über das Normale hinaus für das demokratische Gemeinwesen engagieren.“

 

Alle Bürgerinnen und Bürger sind deshalb aufgerufen, bis zum 12. August Vorschläge einzureichen. Helfen Sie mit, besonders auszeichnungswürdige Menschen zu finden. Die Vorschläge sollten den Namen und die Kontaktdaten der vorgeschlagenen Person sowie eine kurze Begründung enthalten und können per Post oder E-Mail an die SPD Lichtenberg geschickt werden. Eine Jury wird dann die Vorschläge bewerten. Der Preisträger wird im September öffentlich ausgezeichnet, genauer Ort und Termin folgen.

Pressemitteilung zum Download (PDF)