Frieda-Rosenthal-Preis ausgeschrieben

Birgit MonteiroSPD ruft Bürger bis zum 16. August zu Namensvorschlägen auf

In diesem Jahr schreibt die SPD Lichtenberg erstmals den Frieda-Rosenthal-Preis aus. Damit wird besonderes haupt- oder ehrenamtliches Engagement für das demokratische Gemeinwesen im Bezirk Lichtenberg ausgezeichnet. Der Preis ist mit 100 € dotiert und wird von Birgit Monteiro, MdA gespendet.

Frieda Rosenthal wurde am 9. Juni 1891 in Berlin geboren. Sie war im Amt für Sozialfürsorge in Lichtenberg und seit 1929 als Stadträtin im Bezirksamt Mitte tätig. 1933 gehörte sie zu den ersten, die von den Nazis aus dem Bezirksamt entlassen wurden. Von 1924 bis 1933 war sie für Lichtenberg und später Kreuzberg Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Nach der Machtergreifung der Nazis leistete sie aktiven Widerstand gegen das Regime.
Am 19. August 1936 wurde Frieda Rosenthal verhaftet, in strenge Einzelhaft genommen und brutal verhört. Weil sie fürchtete, ihre Mitstreiter zu verraten, setzte sie am 15. Oktober 1936 ihrem Leben ein Ende. Es ist an uns, ihren Namen und ihren mutigen Widerstand nicht zu vergessen.

Alle Bürger sind aufgerufen, bis zum 16. August Vorschläge zu unterbreiten, wer die Ehrung erhalten soll. Die Vorschläge sollten den Namen und die Kontaktdaten der vorgeschlagenen Person enthalten und können per Post oder E-Mail an die SPD Lichtenberg geschickt werden. Eine Jury wird dann die Vorschläge bewerten. Die Preisträger werden am 9. September auf einem Sommerfest in der Kiezspinne, Schulze-Boysen-Str. 38, geehrt. Als besonderer Gast ist der Regierende Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit eingeladen.