Frieda-Rosenthal-Preis 2013 an Eugenia Schatz verliehen

Am Fr., 06.09.13, wurde der Frieda-Rosenthal-Preis am Rande des Septemberfeuers zum 5. Mal verliehen. Der Preis würdigt hervorragendes Engagement für das nachbarschaftliche Miteinander in Lichtenberg.
Aus den 10 eingereichten Vorschlägen hat eine Jury Frau Eugenia Schatz zur Preisträgerin des Jahres 2013 gewählt.
Geboren 1954 in Kasachstan, von Beruf Lehrerin für Hauswirtschaft, ist Frau Schatz seit 1995 in Deutschland – und hier ohne Unterbrechung bis heute ehrenamtlich tätig.

Besonders ihr Engagement für die Verbesserung nachbarschaftlicher Beziehungen zwischen der einheimischen Wohnbevölkerung und solcher mit Migrationshintergrund wurde gewürdigt.
In diesem Bereich braucht es Menschen, die zusammenführen können, die unauffällig und beharrlich wirken für eine gute Nachbarschaft und sich nicht entmutigen lassen, wenn sich Erfolg nicht sofort einstellt.
Frau Schatz gehört zu diesen Menschen, hat ihre Arbeit getan mit Freundlichkeit und persönlicher Bescheidenheit, und gewann auf diese Weise rasch das Vertrauen und die Achtung der Nachbarinnen und Nachbarn hier im Kiez.
Viele erinnern sich an Pelmeniabende in der Kiezspinne, der inzwischen verstorbene Kiezblattredakteur Rolf Martinek berichtete im Jahr 2000 sogar von einer Pelmeni-Party anlässlich des internationalen Frauentages mit der Hauptakteurin Shenia Schatz.

Frau Schatz organisierte vielfältige kulturelle und jahreszeitliche Veranstaltungen, leistete persönliche Hilfen und Begleitungen, half bei vielen Festen, wie dem Multi-Kulti- sowie dem Kiez-Kultur-Fest.
Seit 8 Jahren ist sie berufene ehrenamtliche Mitarbeiterin des Bezirksamtes Lichtenberg und in der Sozialkommission 15 tätig.
In dieser Funktion besucht sie vor allem ältere Menschen und überbringt bei markanten Jubiläen die Grüße des Bezirksamtes Lichtenberg.
Ihre Zweisprachigkeit ist dabei sehr von Vorteil, so findet sie auch Zugang zu Menschen, denen die deutsche Sprache noch einige Schwierigkeiten bereitet.
Viele Jahre arbeitete Frau Schatz engagiert im Vorstand des Lichtenberger Aussiedlerbeirats mit. Und sie interessiert sich immer auch für die Geschichte, Gegenwart und Zukunft ihres Bezirkes Lichtenberg. In der Initiative „Licht an im Hubertusbad“ gehörte sie zu den Erstunterzeichnerinnen.

Ihre beruflichen Stationen in Deutschland sind immer mit sozialer Arbeit für andere Menschen verbunden, genannt seien die Begegnungsstätte Völkerball, der Arbeitslosenverband, der Verein Kiezspinne FAS e.V. und die Kinder- und Jugendhilfe GmbH.

Die SPD-Lichtenberg und ich gratulieren Frau Schatz sehr, sehr herzlich!

Birgit Monteiro