Auftakt: „Flüchtlinge in Arbeit“

In einigen Bereichen haben Lichtenberger Unternehmen Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden. Einige davon würden gerne gut ausgebildeten Flüchtlingen eine Chance geben. Das wirft bei den Flüchtlingen und auch bei den Unternehmen viele Fragen auf: Welche fachlichen Anforderungen werden in Deutschland an das jeweilige Berufsbild geknüpft? Welche Weiterbildungsangebote gibt es? Und wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen eines anerkannten Flüchtlings auf dem Arbeitsmarkt? All dies verstellt den Flüchtlingen momentan noch den Weg. Grundsätzlich darf jeder anerkannte Asylbewerber in Deutschland arbeiten, sofern er dafür die notwendigen Kenntnisse und erforderlichen fachlichen Nachweise besitzt.

Gemeinsam mit dem JobCenter und der Arbeitsagentur habe ich am 3. Juni beratschlagt, wie wir Flüchtlinge in Arbeit bringen können. Ein Vertreter der mittelständischen Wirtschaft war Initiator für den „Runden Tisch Flüchtlinge in Arbeit“. Außerdem hat sich das Projekt arrivo Berlin vorgestellt, das insbesondere jugendlichen Flüchtlingen schnell Praktika für den Einstieg in Ausbildung und Beruf vermitteln möchte. So könne06n sich die jungen Migrantinnen und Migranten unkompliziert mit heimischen Arbeitsabläufen vertraut machen und sich mit Vorkenntnissen für eine Ausbildungsstelle bewerben.

Ich möchte diesen Weg weiter beschreiten, auch um die Flüchtlinge möglichst schnell und gut in Lichtenberg zu integrieren. Sie haben hier Zuflucht gefunden, leben hier und werden wohl auch Kinder bekommen. Damit sich daraus ein Gewinn für unser Lichtenberg ergibt, müssen wir ihnen helfen, auf eigenen Beinen zu stehen.

„Runder Tisch Mieten“ wiederbelebt

Auch in puncto Wohnungsbau gehören wir unter den Bezirken zu den Spitzenreitern: In Lichtenberg entstehen an zahlreichen Orten neue Wohnungen, das entspannt den Immobilienmarkt und wirkt steigenden Mietkosten entgegen. Das erfolgreiche Lichtenberger „Bündnis für Wohnen“ (PDF) hat die Entwicklungen rund um den Wohnungsmarkt fest im Blick.

Doch trotz der Neubauten hängen die Mieten im Bezirk auch ganz wesentlich von der Entwicklung der rund 150.000 Bestandswohnungen ab. Deshalb hatte ich am 3. Juni die Lichtenberger Mieterbeiräte, die HOWOGE und die Mitglieder des BVV-Ausschusses zum Mieterschutz zum „Runden Tisch Mieten“ eingeladen. Dabei haben wir über die Situation am Wohnungsmarkt gesprochen, unsere gegenseitigen Erwartungen ausgelotet und die weitere Zusammenarbeit geplant. Wir alle wollen vor allem bezahlbare Mieten für alle Menschen in Lichtenberg, aber darüber hinaus auch gute Wohnverhältnisse im Haus und in der Umgebung.

Filmprojekt: „Freude am Lesen mit Drehbuch und Film“

FilmprojektIm Mai hatte ich das Glück, beim Auftaktworkshop des Filmprojekts „Freude am Lesen mit Drehbuch und Film“ dabei zu sein. Hier sollen Kinder gemeinsam mit erfahrenen Filmleuten lernen, ein Drehbuch zu schreiben und anschließend zu verfilmen. Damit soll die Lese- und Schreibkompetenz der Kinder und ihre Kreativität gestärkt werden. Denn Drehbücher sind im Ergebnis sehr durchdachte Texte, die genaue Anweisungen an das Filmteam enthalten müssen. Die Kinder lernen auf diese Weise spielerisch den Umgang mit neuen Medien und technischen Geräten. Am Ende sollen sie den Film über die sozialen Netzwerke auch selbst vermarkten.

Interessanter Nebeneffekt: Da es nur einen Film gibt, gibt es auch nur ein Drehbuch. Die Kinder müssen sich für jede Drehminute auf eine gemeinsame Handlung verständigen. So werden Kompromissfähigkeit, Konfliktlösungs- und Entscheidungskompetenzen vermittelt. Der Projektleiter Tobias Postulka sprach in diesem Zusammenhang von Demokratiefähigkeit. Das ist ein schöner Gedanke, der das Projekt rund macht. Auch deswegen habe ich die Schirmherrschaft dafür gerne übernommen.