Matthias Vernaldi

Ich mag seine Sprache und Beobachtungsgabe: Matthias Vernaldi. Zwei Beiträge stellte er mir nur für meine Homepage zur Verfügung. Zum einen beschreibt er Vor- und Nachteile von Gentrifizierungsprozessen, die er in seinem Neuköllner Kiez erlebt. Der zweite Beitrag setzt sich mit dem Thema „Keine Heimat – Heim“ auseinander. Was muss passieren, damit es auch in Deutschland zu einem wirklichen Mentalitätswechsel kommt? Dass dieser möglich ist, zeigt das von Matthias Vernaldi benannte Beispiel Schweden.

Keine Heimat – Heim

Eine Gesellschaft, an der alle selbstverständlich teilhaben, ist nicht in Sicht. Alte und Behinderte werden nach wie vor interniert.
von Matthias Vernaldi

Noch immer bilden „Behinderung“ und „Heim“ ein offensichtlich nicht zu trennendes Begriffspaar. Zwar haben sich auch Hilfeformen herausgebildet, mit denen behinderte Menschen außerhalb eines Heimes und unabhängig von Angehörigen leben können, doch ist das Wissen um sie wenig verbreitet und ihre Finanzierung muss häufig erst eingeklagt werden. Wer einen höheren Hilfebedarf wegen mentaler Einschränkungen hat oder im Alter pflegebedürftig wird, kommt um die Anstalt erst recht nicht herum.
Heimbewohner werden als Bürger zweiter Klasse behandelt. Ihre Rechte sind eingeschränkt.
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„Jetzt stimmt die Mischung!“ – Vom Beginn der Gentrifizierung

von Matthias Vernaldi

Seit 15 Jahren wohne ich hier in der Stuttgarter Straße im nördlichen Neukölln. Obwohl schon immer mit einer deutschen Staatsbürgerschaft versehen, bin ich, wie viele hier, als Flüchtling gekommen – nicht als politischer oder wirtschaftlicher, sondern als ein Assistenzflüchtling. Ich sitze im Rollstuhl und kann mich nicht bewegen. So brauche ich immer einen, der mich kratzt, wenn’s juckt, zur Toilette bringt, wenn’s drückt, mich füttert, wenn mich hungert, mir beim Abhusten hilft, wenn’s röchelt… Vor meiner Flucht hatte ich im Altenburger Land in Thüringen gewohnt. Das dortige Sozialamt war der Auffassung, die Leute, die mir durch Pflege und Assistenz ein halbwegs selbstbestimmtes Leben ermöglichten, könnten das nebenher und ohne Bezahlung tun. In Berlin hingegen gab es Chancen, dass diese Hilfen finanziert wurden. So geriet ich hierher.
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Trauer um Günter Richlitzki (02.07.1929-15.04.2010)

Wir trauern um Günter Richlitzki, Sozialdemokrat seit März 1948, bis zur Auflösung der Ostberliner Bezirksverbände der SPD im Jahr 1961 in Friedrichshain, nach 1989 in der Lichtenberger SPD aktiv.
Außerordentlich engagiert war Günter Richlitzki. Und ein Freund klarer Worte und radikaler Zuspitzung. Im August 1961 stand er, der langjährige Abteilungsvorsitzende und stellvertretende Friedrichshainer Kreisvorsitzende in der Verantwortung, das Kreisbüro der SPD aufzulösen. Weiterlesen

Stolpersteineinweihung für Willi Klüsener

Foto: Gerry Tannen und Kathrin Söhnel mit dem Stolperstein für Willi KlüsenerAm 26.04.10 durfte ich bei der Stolpersteineinweihung für Willi Klüsener dabei sein. Gestiftet wurde dieser Stein von den Lichtenberger SPD-Mitgliedern Kathrin Söhnel und Gerry Tannen. Die Reden lohnt es nachzulesen, deshalb seien sie auf meiner Homepage dokumentiert.
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Bürgerbüro Birgit Monteiro

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ab 01.05.10 nutze ich das Kreisbüro der SPD-Lichtenberg, Rathausstraße 7, 10367 Berlin-Lichtenberg, als Bürgerbüro.
Ich freue mich, beginnend ab Mittwoch, 19.05.2010, 17-18 Uhr hier für Sie regelmäßig erreichbar zu sein.

Ihre
Birgit Monteiro